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    01.01.12

    Gegen 20:30Uhr sind wir dann aus der Fähre zum Marokkanischen Zoll gefahren um uns alle nötigen Papiere für das Fahrzeug und für mich zu besorgen. Das dauerte auch nochmals ca. 1 Stunde und dann durften wir nach Marokko einreisen.

    In jedem Reiseführer steht man solle nicht bei Nacht fahren aber im Zollhafen konnten wir auch nicht stehen bleiben. Also auf die Autobahn und ab zum nächsten Rastplatz. Die Maut konnten wir natürlich nicht entrichten, da wir noch keine Dirham hatten. Aber der freundliche Mensch am Schalter nahm auch Euro, natürlich für den doppelten Preis. Da wir hier nur um 2€ reden und der Tag mehr als anstrengend und lang war, war das für mich OK und wir wollten nur noch Rast machen.

    Gegen 23:00Uhr sind wir am Rastplatz bei Tanger angekommen und waren fertig und froh einen Nachtplatz gefunden zu haben.

     

    02.01.12

    Am nächsten Tag starteten wir gegen 10:00Uhr und fuhren die Autobahn A1 über Tanger, Larache nach Moulay-Bousselham, dort trafen wir uns mit Valery und Karl.

     

    Im Ort erledigten wir ein paar Dinge wie Geld abheben und tanken.

    Dann ging es in die Hauptstadt Rabat. Der Verkehr war, sagen wir mal, Afrikanisch und es war nicht so einfach mit dem LKW sich da durch zumogeln. Aber nach kurzer Sucherei haben wir einen kleinen Marokkanischen-Campingplatz gefunden und ein Spatziergang mit Liz war angesagt.

    Nach dem Abendessen haben wir die Uhren mal auf die Marokkanische Zeit umgestellt, Marokko liegt gegenüber Deutschland 1 Stunde zurück. Eigentlich sind es Jahrhunderte!!!

    03.01.12

    Heute war wieder ein Fahrtag angesagt, El-Jadida oder El-Oualidida war das Tagesziel.

    Weiter auf der A3 ging es an

    vorbei (eine absolut hässliche Stadt!!!) und wir trafen gegen 14:00Uhr in El-Jadida ein. Dort gibt es eine Portugiesische Festungsanlage die wir uns anschauen wollten, aber zuvor ging es auf den Markt, mal was essen.

    Was dort geboten ist kann man mit Worten schwer beschreiben, das muß man erlebt haben. Wir haben an einem sehr kleinen Stand gegessen und Tee getrunken, für 4 Essen und 4 Tee haben wir dann zusammen 20 Dirham (ca. 1,80€) bezahlt.

    Nach dieser Feuertaufe sind wir dann zur Festungsanlage gelaufen und Touri like mal ein paar Fotos geschossen.

     

     

     

    Valery, Karl und ich haben uns entschieden noch ein paar Kilometer zu fahren und sind noch bis El-Oualidida gekommen. Allerdings sind wir wieder bei Dunkelheit gefahren was hier, ich sag mal spannen ist ;-)

    04.01.12

    Heute wollten wir die andere Bande Susi, Daniel, Mel, Bo und Christiane in Essaouira treffen. Wir folgten der Küstenstraße R301.

     

    Es ging durch fantastische Landschaften mit Steilküste und super Stränden. Kühe, Ziegen und auch Kamele am Straßenrand. Lieder sind die Straßen nicht wirklich breit und der Verkehr höllisch, deswegen war ich beschäftigt den Karren auf der Bahn zu halten und konnte keine Fotos machen.

     

    Gegen Nachmittag sind wir dann angekommen und haben uns zu den anderen gestellt. Ein Ankommensbier und dann über den Strand in die Altstadt.

     

     

    05.01.12

    Da der Wäscheberg immer größer wird, habe ich auf dem Campingplatz in Essaouira mal einen Schwung gewaschen. Gegen Nachmittag sind wir dann noch ein kleines Stück weiter Richtung Süden gefahren und haben auch hier einen netten Platz gefunden.

    06.01.12

    Nach kurzer Streckenbesprechung führt uns die heutige Tagesetappe immer der Küste entlang nach Tarhazoute.

     

     

    Die Landschaft verändert sich und man hat nun das Gefühl in Afrika zu sein.

     

    Auf dem Weg finden wir immer wieder wunderschöne Plätze und machen kleine Pausen.

    Kurz nach Tarhazoute finden wir einen Platz zum stehen und richten uns gemütlich ein.

     

     

    Die Tagestemperaturen sind mit 24°C sehr angenehm, aber in der Nacht kühlt es auf 10°C ab. Wir haben wir ein wenig Holz gesammelt und ein wärmendes Feuer gemacht um den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.

     

    07.01.12

    Wir haben beschlossen noch einen Tag auf dem Platz zu stehen und haben für den Abend Fisch zum Grillen bei einem der Händler die immer wieder vorbei kommen gekauft. Tags über ist jeder seinen Dingen nachgegangen und am Abend haben wir ein Feuer zum Grillen gemacht. Die Tunfische haben wir in Scheiben geschnitten und nach dem marinieren direkt auf den Rost gelegt. Das war ein sehr leckeres Abendessen!

     

    Nach dem Essen sind wir noch am Feuer zusammen gesessen und kurz darauf kam unsere private Berber-Band vorbei. Der mit Hut ist unser Nachtwächter und die anderen Jungs seine Kumpels. Dass im Islam der Alkohol verboten ist interessiert sie nicht wirklich und sie haben immer jede Menge Stoff dabei. Sind aber nett und freundlich und sie hauen bis spät in die Nacht in die Tasten, ein sehr interessanter und schöner Abend.

     

     

    08.01.12

    Nach dem Frühstück ist heute weiterfahren angesagt, dass Ziel soll ein Strand bei Sidi Moussa ´d Aglou sein. Vorher müssen wir aber durch Agadir durch, das sich als sehr einfach herausstellte. Dort haben wir bei einem großen Supermarkt angehalten und die Lebensmittelvorräte aufgestockt. Danach noch zur Bank und zur Tankstelle. Der Diesel kostet 0,65€/L, wird aber im Süden noch ca. 20 Cent billiger, deswegen Tanke ich nur 150L um die nächsten Tage, im Süden voll zu tanken. In Marokko ist Agadir die Wetterscheide und man kann deutlich spüren, dass das Wetter wärmer wird, die Tageshöchsttemperatur war 27,9°C und die Landschaft wir zunehmend karger.

     

    Gegen Abend finden wir einen schönen Platz mit Blick auf das Meer und die ersten richtigen Sanddünen.

    09.01.12

    Am Morgen bin ich bei Zeit aufgestanden und bin mit Liz zum Strand gelaufen. Dort haben wir auf einem gigantischen, unberührten Strand einen Spatziergang gemacht.

    Nach viel springen und toben hat sich Liz erst mal hingelegt, aber die Wellen nicht berücksichtigt, hahah. Danke Mel für die schönen Bilder

     

    Zurück am Stellplatz habe ich mich rasiert und wir haben Lagebesprechung gehabt.

     

     

     

    Wir haben beschlossen über die Ruine Fort Bou Jerif zum Plage Blange zu fahren, das heißt ca. 30Km Piste. Mit noch 8bar in den Reifen kein vergnügen, deswegen haben wir erst mal den Reifendruck auf 5bar gesengt.

     

     

    Spät am Abend kamen wir dann in Plage Blange an und suchten uns einen Stellplatz an der Lagune.

    10.01.12

    Am nächsten Tag war am Morgen ein Sand-Staubsturm dennoch waren Valery, Christiane, Karl und Bo beim Surfen und der Rest machte es sich auf unserem Platz gemütlich. Der Sturm legte sich am Abend und wir haben zusammen gekocht.

     

    11.01.12

    Heute in der früh trabten gemütlich eine ganze Truppe Dromedare vorbei die sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließen.

     

    Der Tag beginnt für Liz und mich mit einem langen Spatziergang, dort passierte es, Madam hat ohne dass ich es bemerkt habe einen großen Haufen alten verdorbener Fische gefressen. Danach ging es ihr gar nicht gut und sie hat zweimal gekotzt. Denn Rest des Tages ist sich wie ein Schluck Wasser in der Kurve rum gehangen. Aber sie hat daraus nichts gelernt, später bin ich mit ihr an dieselbe Stelle gegangen und sie hätte wieder die Fische gefressen.

    12.01.12

    Um 8:00Uhr war Abfahrt, wir wollten mal ein wenig ins Landesinnere fahren um im Sand zu spielen. Die Landschaft verändert sich ständig und es gibt viel zu sehen und zu entdecken, jeder mochte ausprobieren was sein Auto kann oder eher nicht kann ;-)

     

     

    Die ein oder andere Bergeaktion war vorprogrammiert und RED mutierte zum Bergepanzer, Schaufeln und Sandbleche kamen zum Einsatz.

     

    Wenn die Autos durch die Passagen durch gekommen waren wollte keiner mehr anhalten um den Schwund zu verlieren und ich sammelte die Helfer zusammen.

    Am Abend waren alle sehr fertig und wie suchten uns einen Platz in den Dünnen und schlugen unser Nachtlager auf. Dank Valery und Karl, die eine große Menge Holz gesammelt haben konnten wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen lassen.

    Resultat von dem ersten Pisten Tag:

    9,5h Fahrzeit, 54Km und jede Menge Sand geschaufelt.

    13.01.12

    Der Tag begrüßte uns wieder mit einem kräftigen Sandsturm

    aber es half nichts wir mussten weiter. Die Bullis und der MB von Daniel bildeten ein Team und der T5 von Karl und ich. In zwei Gruppe war das vorwärts kommen schneller und wir dachten für die 30Km bis zur Straße nur wenig Zeit zu benötigen. Aber Pustekuchen, die Strecke, wenn man das so nennen kann wurde immer Sandiger und Karl hatte große Probleme mit dem T5 der nun nicht wirklich Wüstentauglich ist. Dennoch möchte ich hier erwähnen dass der VW T5 viel mehr kann als alle erwartet haben, aber Sand ist nicht sein Ding. Also habe ich  den T5 angehängt und einfach die paar Km Sandpiste hinter mir hergezogen. Es ging gut, aber RED musste ganz schön arbeiten mit dem Bremsklotz am Heck.

     

    Außer mir hatte keiner Allrad, Sperre oder Untersetzung somit wusste immer mit viel Schwung gearbeitet werden, das die Autos ganz schön hüpfen und springen ließ. Aber alle blieben ohne Rücksicht auf Verluste voll am Gas und es waren spektakuläre Sehnen dabei.

    Für die Atemberaubende Landschaft blieb nur wenig Zeit.

     

    Dann kam auch RED an seine Grenzen, eine drei Meter tiefe Flussbettdurchfahrt, die schräg angefahren musste. Als mein Neigungsmessen 35° angezeigt hat und mein Popometer am Anschlag war, entschied ich dass es so nicht geht und wir mussten eine Behelfsspur aus Steinen, Sand und Sandblechen bauen. Bei knapp 30°C eine sehr anstrengende Geschichte, die fast zwei Stunden gedauert hat. Am Ende hat es mit 30° Neigung und voller Verschränkung dennoch geklappt und wir konnten weiter fahren.

    Ich habe bei der Durchfahrt, die 20sec. Gedauert hat mehr geschwitzt als bei der Schaufele.

    Aber der Tag sollte noch ein paar Überraschungen bringen.

    Nach 5,5h fahrt für die 30Km haben wir die Straße erreicht und waren froh wieder festen Boden unter den Rädern zu haben. Nach weiteren 34Km erreichten wir Tan Tan, an dem es an Polizei und Militär nicht mangelt.

    Die Bullis und Daniel sind schon auf dem Campingplatz in Tan Tan Plage und wir fuhren durch die Stadt, bis wir von der Polizei aufgehalten wurden. Passkontrolle und Führerschein, dann aussteigen, Wir haben ein Stoppschild überfahren. Verdammt und die haben auch noch Recht. Der Quittungsblock sagt 700DH (ca.63€) pro Nase, nach ein wenig verhandeln kommt ein zweiter Block zum Vorschein 500DH pro Nase.  Ist mir aber immer noch zuviel und ich fange an, von wegen Gäste im Land und und und, danach lassen sie sich auf 500DH zusammen ein, ohne Quittung versteht sich. Nachdem wir die Asche abgedrückt haben und unsere Papiere wieder zurück haben versuche ich noch ein wenig zu handeln und siehe da ich bekomme noch 300DH zurück. Somit haben wir jeder 100DH (ca.9€) bezahlt und sind schleunigst verschwunden. Bo hatte da nicht so viel Glück er musste die ganzen 700DH bezahlen.

    Die 20Km nach Tan Tan Plage waren dann auch schnell geschafft und wir sind Brot fertig bei Dämmerung auf dem Campingplatz angekommen.

     

    14.01.12 – 15.01.12

    Bo und Mel haben uns heute verlassen, sie müssen die Rückreise nach Deutschland antreten.

    Dann war erst mal Fahrzugpflege angesagt, der Sand und Staub war im ganzen LKW, Luftfilter reinigen, Abschmieren, und ein wenig Öl nachfüllen. Danach noch alles kontrollieren ob etwas zu Bruch gegangen ist oder sich was gelöst hat. Ich konnte aber nichts feststellen und nach ca. zwei Stunden war RED wieder einigermaßen sauber und durch gecheckt.

    Da es auf dem Campingplatz warmes Wasser gibt war mal wieder die Wäsche dran, die es nach dem ganzen Staub nötig hatte vor allem auch das Bettzeug. Fünf Mal musste ich von Hand waschen bis alles wieder sauber war.

    16.01.12

    Heute war mal wieder Christianes Auspuff dran, gleich morgens sind wir zum Dorfschlosser in Tan Tan Plage gefahren um ihn schweißen zu lassen. Er meinte er wolle 250DH (ca.22€) aber das ist zuviel, ich verhandelte mit ihm und er hat es schließlich für 100DH (9€) repariert.

    Nach ein paar Einkäufen und der Bank sind wir alle Richtung Tarfaya gefahren. Dort soll es eine schöne Lagune geben an der man direkt am Meer stehen kann und das für ume. Auf dem Weg dort hin, lag ein Marokkanischer LKW im Graben, den kurz angehängt, raus und angezogen, denn er hatte keine Batterie mehr im LKW.

     

    Durch etliche Polizeikontrolle und sehr viel Militär erreichten wir dann die Freihandelszone Westsahara.

    An der ersten Tankstelle habe ich mal ein wenig getankt.

    115,4Liter für 600DH (54,54€), klasse der Diesel kostet 0,47€!!! Da macht das Deutzen gleich wieder richtig Spaß.

    Leider haben wir nicht die richtige Piste zur Lagune gefunden, sondern nur zu einem Stellplatz mit viel Tupperware und der war auch noch kostenpflichtig. Somit entschlossen wir unser Glück noch ein Stück südlicher zu versuchen. Am Abend haben wir auch einen netten Platz direkt am Meer gefunden, an dem nach ca. 1h das Militär gekommen ist zur Ausweißkontrolle. Die Jungs waren aber super nett und freundlich und zogen nachdem sie die Daten von uns aufgenommen haben wieder ab.

    17.01.12

    Nach kurzer Besichtigung in Tarfaya, haben wir entschlossen wieder in den Norden beziehungsweise ins Landesinnere zu fahren. Somit war das der Südlichste Punkt auf der Reise immerhin auf der Höhe von Lanzarote und Fuerteventura. Der Süden Marokkos bietet außer viel Steine und Sand nicht wirklich viel und nur nach Dakhla zu fahren um es abzuhacken lohnt sich meiner Meinung nach nicht.

    Die Straße wird immer enger und ist teilweise mit Sand zugeweht.

     

    Aber ich habe den günstigen Spritpreis genutzt und komplett vollgetankt.

    464Liter Diesel für 2400DH (218,18€)

    Wir haben einen schönen Stellplatz ca. 60Km vor Tan Tan gefunden und wollen da erst mal ein wenig stehen bleiben.

     

    18.01.12 – 22.01.12

    Nach dem Morgenspatziergang mit dem Hundle habe ich mal wieder den LKW von Staub und Sand befreit, unglaublich wie viel und wo er sich alles festsetzt. Allmählich heißt es sich von Valery, Karl zutrennen, sie müssen nach Marrakesch somit bleiben von den erst fünf Autos nur noch drei übrig.

    Die Tage hier auf dem Stellplatz vergehen bei Sonne und super Temperaturen (20°C) sehr schnell und wir fühlen uns alle sehr wohl, auch Liz findet es klasse.

     

    Am Strand haben wir einige alte Strommasten gefunden die wir zum Auto tragen, zersägen und spalten. Somit haben wir genug Holz und können jeden Abend am Lagerfeuer ausklingen lassen.

    An meinem Geburtstag machte ich mir was ganz Besonderes zu Essen, Linsen mit Spätzle und Würstchen, hmmmmm lecker!!!! und das in Afrika

    Am Abend kamen noch ein paar Leute vorbei und wir haben meinen Geburtstag mit Gitarre am Lagerfeuer, richtig schön gefeiert. Ich möchte mich auch für die vielen lieben Wünsche per SMS und Anrufe, von den lieben Zuhause bedanken.

    Am 22.01.12 war mein 250ter Reisetag.

    22.01.12

    Heute war mal wieder ein Fahrtag angesagt, es soll nach Agadir, zum Einkaufen gehen. Nachdem die lange Strecke bewältigt wurde und alle Einkäufe auch haben wir uns nach einem Stellplatz umgesehen. Da der Campingplatz nicht unsere erste Wahl ist und wir auch keine Lust hatten so viel für die Übernachtung zu bezahlen, sind wir wieder nach Tarhazoute gefahren. Auf diesem Platz waren wir schon vor einigen Tagen und es hat uns dort sehr gefallen. An diesem Platz bleiben wir erst mal ein paar Tage, schauen nach Daniels MB310 der komische Geräusche vom Motor von sich gibt und lassen die Gedanken schweifen.

    Tipp niemals mit Sperren und ein wenig Power auf die Keile fahren, die vergraben sich im Sand unter dem Reifen und sehen dann so aus.

    26.01.12 - 27.01.12

    Nach den entspannenden Tagen auf dem Platz und ein paar Besuchen in dem kleinen Städtchen Tarhazoute, das sich als wirklich putzig und lebendig heraus gestellt hat, sind wir heute weitergefahren. Das Ziel soll Paradies Valley und die Wasserfälle von Imouzzer des Ida Outanane sein. Vielversprechende Geschichte, mal schauen was auf uns da zukommt. Die Straßen sind auf jedenfalls klein fast zu klein, in der ein oder anderen Kehre muß ich Red schon ein paar Mal zurück setzen. Aber es lohnt sich, eine atemberaubende Landschaft durch das Tal.

     

     

    Nach ca. 50Km erreicht man die Wasserfälle, die trotz des Regens die Tage nicht wirklich groß und spektakulär waren, aber für ein Wüstenland schon mal nicht schlecht.

     

     

    Nach weiteren 60km durch schöne aber sehr anstrengender Berg und Talfahrt

    haben wir einen sehr schönen freien Platz an einem Stausee gefunden.

    Immer wieder kommen Marokkaner vorbei und bestaunen uns und unsere Autos. Heute war auch einer dabei, der gut englisch gesprochen hat, mit dem habe ich mich lange unterhalten. Blieb mir auch nicht viel anderes übrig, Susi und Daniel waren mit ihrem Hund spazieren, Christiane hat sich ins Auto verzogen und die Jungs gehen eh nicht mehr, also warum nicht mit ihnen reden. Es war wiedererwartend eine nette und lehrreiche Unterhaltung über Religion, Frauen und ihre Rechte in Marokko, die allgemeinen Preise für Mieten und weiß Gott was alles. Nachdem ich gegen 17:00Uhr ihnen erklärt habe, dass ich jetzt kochen wolle, sind sie dann wieder abgezogen.

    Das Wetter verwöhnt uns den ganzen tag mit Sonnenschein und 18°C, richtig schön zum ausspannen, den die nächsten Tage werden bestimmt hektisch, laut und anstrengend.

    Morgen soll es dann nach Marrakesch gehen, dort wollen wir ein paar Tage bleiben. Danach wird sich auch Christiane von uns trennen, Sussi, Daniel und ich werden dann weiter Richtung Algerische Grenze fahren.

    28.01.12

    Hier noch ein paar Eindrücke vom Stellplatz, die ich bei der Morgenrunde mit Liz geschossen habe. Auf dem zweiten Bild sieht man die hier sehr verbreiteten Arganienbäume, aus denen Öl und Naturkosmetik gewonnen werden. Wir haben die Tage mal einen alten, dürren Baum zersägt und gespalten, das Holz ist hart wie Beton und jedenfalls stabiler. Die Fiskars-Axt sieht aus wie wenn man auf Steine herum gehauen hätte.

      

    Gegen 9:00Uhr sind wir nach Marrakesch aufgebrochen, fuhren nicht auf die neu fertig gestellte Autobahn, sonder folgten der N8. Unterweg konnte man die ersten Blicke auf den großen Atlas schweifen lassen, an dem die Gipfel noch mit Schnee bedeckt sind.

    Da heute Samstag ist, ist in den Dörfern jede Menge los, immer wieder sehe ich Eselmärkte die gut besucht sind.

    Nach ca. 200Km erreichten wir die Stadtgrenze von Marrakesch, da mal wieder Wäsche, Wasserauffüllen und andere Dinge angesagt sind wollen wir auf einen Campingplatz (El Firdaous, Womo 17DH, p.P. 15DH also insgesamt 3€ pro Nacht) der im Norden der Stadt ist. Das heißt durch die ganze Stadt durch. Da ich ja eh kein so ein Großstadt Fan bin und der Verkehr auf Marokkos Strassen auch nicht von schlechten Ältern ist, werden die nächsten 24Km bis zum Campingplatz kein Zuckerschlecken. Das Garmin mit der Open Street Map arbeitet gut aber es ist mit dem Dicken schon ein wenig anspruchsvoll. Ich fahre auch noch vorne weg, Verkehr und das doch sehr kleine Display vom Navi (Garmin GPS 60CSx) eine teils spannende Angelegenheit. Deswegen habe ich auch keine Bilder, der Stadtdurchfahrt gemacht ;-)

    Es ist aber alles gut gegangen und wir haben kurz nach Mittag das Ziel ohne schaden erreicht. Kaum auf dem Platz, sehe ich einen gelben T5 stehen……..  genau Valery und Karl stehen da, so klein ist die Welt.

    Schnell mal die Wäsche gemacht und in die Sonne gehängt, dann unter die Dusche, die mit warmen Wasser und auch noch Wasserdruck eine Überraschung für Marokkanischen-Campingplätze bietet.

    29.01.12

    Heute war es sehr warm 23°C, trotzdem haben wir uns entschieden gegen 15:00Uhr mit dem Sammeltaxi in die Stadtmitte zu fahren und die Souks anzuschauen. Eine Hammer Erfahrung, los ging es mit der Taxifahrt die am Platz der gehenkten Seelen endete. Von dort aus, an den Schlangenbeschwörer, Märchenerzähler und Gaukler vorbei in die verschiedenen Markthallen und auf die Souks. Handwerker bieten hier ihre Künste an, es gibt fast alles zukaufen was man sich denken kann. Gegen 18:00Uhr wird der große Platz der gehenkten Seelen zur gigantischen Freiluftküche bei der es allerlei zu entdecken und probieren gibt.

    Mein Abendessen (Fisch) kostet 30DH (2,72€) ein frisch gepresster Orangensaft 4DH (0,36€). Danach erkunden wir noch die Fußgängerzone, aber leider bleibt nicht wirklich viel Zeit dafür über, denn das Taxi sollte uns um 20:00Uhr wieder abholen. Dieses ist auch Pünktlich und liefert uns nach einer weiteren rasanten Fahrt 20min später wieder am Campingplatz ab. Viele, viele Eindrücke die man so schnell gar nicht verarbeiten kann, ich habe vor, die Tage nochmals in die Stadt zu fahren und mir noch das ein oder andere anzuschauen.

    30.01.12

    Heute in der Früh hat Valery, Karl auf den Flughafen gefahren, da er mal kurz nach Hause zur Prüfung muss und in vier Tagen wieder nach Marrakesch kommen wird. Gegen Mittag haben sich Susi und Daniel verabschiedet, die schon mal Richtung Osten fahren. Somit bin ich der Lumpensammler und bleibe erst mal mit Valery und Christiane alleine auf dem Platz. Nach dem Wäschewaschen haben wir am Abend zusammen gekocht, alles was noch da war zusammen geworfen und Valery hat eine sehr leckere Tajine gezaubert.

      

    Den Abend haben wir bei einer Runde UNO ausklingen lassen, die ich Haushoch gewonnen habe :-)

     

    31.01.12

    Nach dem Frühstück und der Runde mit Liz bin ich mit Christiane in die Stadt gefahren um ihre KFZ Versicherung zu verlängern und um einzukaufen. Das ganze hat sich ziemlich gezogen und wir waren gegen 13:30 wieder auf dem Platz. Danach habe ich mal innen gründlich geputzt, was auch wirklich nötig war, aber jetzt glänzt RED wieder wie neu. Am frühen Nachmittag hat sich dann Christiane verabschiedet, die wieder ans Meer fährt um zu Surfen. Dann waren noch Haare schneiden und duschen angesagt, bevor es um 17:00Uhr mit Valery in die Stadt ging. Wir wollten uns nochmals die Souks anschauen und haben dabei viele Gässchen und Winkel gefunden, an dehnen wir beim ersten Mal nicht waren. Um 20:30Uhr setzte uns das Taxi wieder am Campingplatz ab und ich muß sagen, ich war auch ganz froh darüber. Den ganzen Tag auf den Beinen, puhhhh das bin ich nicht mehr gewohnt. Müde und fertig werde ich heute früh ins Bett gehen und bestimmt gut schlafen.

    01.0212 - 02.0212

    Die Tage verbringe ich noch in Marrakesch, der Weg Richtung Osten ist laut Internet erst wieder ab morgen passierbar, den auf dem 2260m hohen Pass Tizi n´Tichka schneit es bei -5°C. Auch der Saharadiesel macht mir etwas bedenken, er wird keine Aditide haben und ich werde vorsichtshalber mal ein paar Liter normalen Sprit dem Diesel zutanken, nicht das mir die Filter versulzen. Am Abend werde ich nochmals in die Stadt fahren und die letzte Runde in Marrakesch drehen, was sich bei dem leicht bewölktem Wetter und nur noch 20°C anbietet.

    03.02.12 Schnee in Afrika

    Gesagt getan, heute habe ich mich gegen 9:00Uhr von Marrakesch verabschiedet und bin Richtung Osten gefahren. In der Stadt fuhr ein hier üblicher Schaftransporter vor mir her.

    Ich habe an der Tankstelle noch ein wenig Super dazu getankt und die Reifen wieder richtig aufgefüllt. Dann konnte es endgültig los gehen. Die ca. 70Km bis zum Pass verliefen sehr entspannt auf guter Straße. Dann fing es an zu bergig zu werden, immer höher drehte sich die Straße bis ich auf 2260m auf dem Pass angekommen bin. Brrrrr kalte +1,3°C und Schnee. Schnee in Afrika!!!!

     

     

     

    Auf der Passhöhe habe ich eine Pause eingelegt und mit den Berbern ein Tässchen Tee getrunken. Nach einer halben Stunde habe ich mich auf den Weg gemacht, dieses mal steil talwärts. Auch hier eine grandiose Landschaft die mir den Atem raubte. Kurz vor Ouarzazate habe ich einen Abstecher nach Ait Benhaddou gemacht, eine Kasbah-Stadt auf 1286m Höhe, die als schönste des Landes bekannt ist.

    Dort habe ich auch mein Nachtlager aufgeschlagen.

      

    04.02.12

    Nach einer sehr unruhigen Nacht, ein großes Rudel Hunde das sich nicht vertreiben lassen wollte und die ganze Nacht rabatz gemacht hat, ging es weiter ins Dratal nach Zagora. Es mussten noch die letzten Berge überwunden werden, dann ging es vorbei an den CLA Filmstudios in das wunder schöne Dratal. Dabei habe ich die 60T Marke geknackt.

      

    Leider sieht man in Marokko immer wieder diese Bilder und kann es einfach nicht verstehen, wie man so mit der Umwelt umgehen kann. Dass alle Nase lang ein Unfall passiert ist bei dem Fahrstiel, den die Marocs an den Tag legen kein Wunder, gehört hier aber leider zum Alltag.

      

    Aber zurück zum Dratal, ein grüner Landschaftsgürtel der sich entlang des Flusses legt und immer wieder Dattelpalmenoasen zum Vorschein bringt. An einer machen wir eine kleine Mittagspause und sind am frühen Abend in Zagora, das sich als größer heraus stellt als gedacht. Hier werde ich erst mal ein paar Tage verbringen und die Routenplanung für die nächsten Tage machen.

      

     

    05.02.12

    Der Campingplatz stellt sich als Glücksgriff heraus, die Leute sind super freundlich und zuvorkommend. Bastmatten und Teppiche vors Auto, ein kleines Tischen und ein Stülchen, Tee und mittags Gebäck. Die Toiletten sind super sauber, es gibt sogar Toilettenpapier und Blümchen auf der Schüssel :-).  Sogar eine eigene Pumpe zur Wasserversorgung ist in Betrieb. Nachdem ich Liz eine Laufleine befestigt habe, wurde gleich mal die Hängematte ausgepackt und lasse mich den Tag über einfach nur treiben.

      

    Am Abend in der Stadt war der Teufel los, auf nachfragen was denn da heute ist, bekam ich die Antwort: Der Prophet hat heute Geburtstag, also so eine Art Weihnachten auf Arabisch. Sehr interessant, aber ich habe mich nicht getraut ein paar Bilder zu machen.

    06.02.12

    Heute war mal wieder ein Fahrtag geplant. Es soll Richtung den größten Dünen Marokkos gehen, Erg Chebbi. Die Straße wäre natürlich zu langweilig gewesen und ich habe mir eine Piste ausgesucht, die es die ersten paar Stunden in sich hatte. Ich wurde aber mit einer grandiosen Landschaft belohnt.

      

     

    Die Fahrt ging bis in die Abendstunden und nach 8,5h fahrt habe ich dann knapp 100Km der 210Km geschafft. Ich kenne da jemand der keinen Bock auf die Piste und Wellblechstrecke hat ;-)

    Obwohl sich die Madam nicht beschweren darf, viele Pausen und Pipi-Runden hätten sie eigentlich besser stimmen müssen.

    Am Abend wurde dann kurzer Hand ein Campingplatz angesteuert der bei Tazzarine lag.

    07.02.12

    Nach einer ruhigen Nacht, Morgenrund und Frühstück ging es den auf der N12 weiter in Richtung Sanddünen. Auch bei „geschlossener“ Asphaltdecke ist es sehr angenehm den Reifendruck bei 4,5 Bar zulassen. Sonst läuft man Gefahr, dass einem die Plomben aus den Zähnen raus fliegen. Die Landschaft verändert sich deutlich, keine Berge und der Bewuchs wird spärlicher. Immer wieder lege ich eine kleine Pause ein und geniesse die Landschaft und die absolute Ruhe.

     

    Nach ca.130Km erreiche ich Rissani ein Vorposten der Wüste.

    Nach weiteren 40Km kann man die zum Teil 150m hohen Dünen erkennen und Erg Chebbi ist in Sichtweite. Das mit der Erwartungshaltung ist immer so eine Sache, bei diesem Ort war sie auf Jedenfalls zu groß, deswegen entschließe ich mich ein Stück weiter zufahren und mir erst mal in den Sanddünen ein Plätzchen zu suchen. Das hat auch hervorragend geklappt, nach kurzer Suche ein wunderschönes Plätzchen.

      

    Leider funktioniert hier der Internet-Stick nicht, aber ich denke ich werde jetzt erst mal ein paar Tage hier stehen bleiben und die Gegend erkunden.

    08.02.12

    Morgen waren ein paar jugendliche da und wollten mir mal wieder was verkaufen, sie waren aber nicht aufdringlich und hielten abstand, weil Liz die Dromedare ständig angebellt hat. Dann ging es zur ersten Erkundungstour, ich denke die Bilder sprechen für sich:

      

    Unglaublich vieles zu entdecken, einfach genial

     

    Und ein wirklich beeindruckendes Panorama, das sich keine 10 Gehminuten vom Stellplatz bietet.

     

    09.02.12

    Heute war ein komisches Wetter, sau kalt und haltet euch fest, ich steh in der Wüste und es regnet nicht viel aber immer hin. Tzzzzzz, das kann mal wieder nur mir passieren. Am Nachmittag hat es etwas aufgelockert und bei 13°C konnte ich doch noch ein wenig raus mit Liz. Brrrr und pfui Teufel. Der Rest vom Tag habe ich mich im Koffer aufgehalten und gelesen.

    10.02.12

    Das Wetter hat sich gebessert und die Sonne lacht wieder den ganzen Tag. Aber es gab Eis!!!! und zwar im Kühlschrank, die denke den mal abzutauen schadet nicht.

    Gegen Mittag trudelten Susi und Daniel ein, von denen ich mich am 30.01 in Marrakesch getrennt habe. Es gab viel zu erzählen und wir ließen den Abend am Lagerfeuer ausklingen.

    11.02.12

    Ein weiterer Tag am Erg Chebbi, ist wie Taggi nur größer, mit Sand und das dieses Gebiet nur 14Km von der Algerischen Grenze entfernt ist. Mal noch ein wenig im Sand fahren und Erfahrungen sammeln wie es geht, oder auch nicht.

    12.02.12

    Heute ging es ein kleines Stück weiter, 32,5Km war die Tagesetappe, zu Bekannten von Susi und Daniel, eine recht Lustige Truppe. Am Abend sind wir alle zum Tajineessen gegangen. Oliven als Vorspeise, Vegetarische-Tajine und als Nachtisch Orangen mit Zimt, das alles für 3,60€, da kann man nicht meckern.

    13.02.12

    Da es hier wirklich nett ist,

    habe ich mit den anderen beschlossen noch einen Tag zu bleiben. Der große Kessel wurde angeheizt und es gab richtig warme Duschen mit richtigem Wasserdruck. Am Abend stellte sich heraus, dass alle am nächsten Tag vorhaben, in die gleiche Richtung zu fahren. Somit wurde die Abfahrt des Konvois auf 10:00Uhr festgelegt.

    14.02.12

    Gesagt, getan um 10:00Uhr starteten wir Richtung Westen.

     

       

    In einem Dörfchen wurde kurz Stopp gemacht um die Vorräte aufzufrischen, sonst gab es, wie immer 

    und am Abend fanden wir einen schönen Platz zum stehen. Dort habe ich den anderen geholfen ihre Bierreserven etwas zu schmälern, man hilft ja wo man(n) kann ;-).

    15.02.12

    Heute hieß es für mich Abschied nehmen, die Truppe fuhr westlich nach Agadir und ich habe beschlossen Süd-westlich nach Blange Blage zu fahren. Nach ca. 180Km habe ich schon wieder alte Bekannte aus Tarifa getroffen, ein junges Pärchen aus Österreich (Jessica und Nino). Bei einem Kaffee tauschten wir unsere Neuigkeiten aus, das dauerte. Weiterfahren hätte sich nicht wirklich gelohnt und wir beschlossen zusammen Gnocci zukochen. Der Stellplatz ist auch schön, also passt es mal wieder.

     

    16.02.12

    Eigentlich wollte ich heute weiterfahren, aber ein sau blöder Zwischenfall, der sich kurz nach dem Frühstück ereignet hat, änderte meinen Plan. Die zwei Österreicher haben vor ca. 2 Wochen ein ausgesetztes Hundebaby  aufgenommen und groß gezogen. Der kleine Knirps ist erst ca.5 Wochen alt und wurde durch einen Unfall mit ihrem großen Hund so schwer verletzt, dass er 1 Stunde später gestorben ist. Viel Tränen und Vorwurfe gab es. Somit habe ich beschlossen noch eine Nacht da zubleiben und den zwei Gesellschaft zu leisten.

    Am Nachmittag haben wir einen Spatziergang mit den Hunden zum Flussufer unternommen aber die Schönheit der Natur und die schönen Pools die zum schwimmen einladen, konnte die zwei nicht wirklich etwas Fröhlicher stimmen.

     

    17.02.12

    Heute bin ich sehr früh aus den Federn und konnte nach dem Frühstück, der Morgenrunde mit Liz und der Verabschiedung von Jessica und Nino um 8:15Uhr starten. Mein Tagesziel hieß Plage Blanche das 430Km entfernt liegt. Über Tata, Icht und Guelmim (hier habe ich nach fast zwei Wochen die erste Ampel mal wieder gesehen) folge ich der Hauptstraße N12

     

    Immer wieder laufen wilde Dromedare, Ziegen und heute sogar ein Wüstenfuchs über den Weg. Ich habe ein Foto von dem Kamerad gemacht, aber da ist alles drauf nur nicht der Wüstenfuchs, Mist.

    Gegen 16:00Uhr bin ich am Meer in Plage Blanche angekommen und war ein wenig fertig. Aber das Wetter hier ist um vieles wärmer als am Erg Chebbi, 27°C im Schatten sprechen für sich.

    Ach ja, Else Kling steht auch neben mir und hat mich mit meinem Offroadfahrzeug und meinem bissigen Hund aufgefordert doch in der Wildnis zu stehen. Sie könne nicht verstehen, wie man mit so einem gefährlichen Hund bei Leuten stehen kann. Ob ich Angst hätte alleine zu stehen (die hat echt einen Vollknall). Ihre Fußhupe wurde die Tage von einem Hund angegriffen und der gehörte auch so einem, mit einem Offroadfahrzeug. OK, eigentlich wollte ich morgen ein Stück weiterfahren, aber die Genugtuung bekommt Else nicht, ich werde ihr noch eine Weile Gesellschaft leisten ;-).

    Ich hoffe nur, Liz frisst die Misttöle nicht auch noch an. Tzzzzzz die Else, als Platzwart am Plage Blanche, das wird bestimmt noch lustig.

    18.02.12

    Also noch einen Tag hier am Plage Blanche, in der Nacht hatte es 14,9°C, soviel wie am Erg Chebbi tagsüber. Die zweite Bettdecke wurde sofort wieder in den Schrank verbannt und am Tag werde ich von der Sonne und Temperaturen um die 22°C verwöhnt.

    Ich habe immer wieder meinen Spaß mit Else, die komplett austickt und 100% paranoid ist.

    Die zollfreie Zone Westsahara liegt von hier aus ca. 270Km südlich in die Richtung werde ich mich morgen mal aufmachen, die von uns getaufte Flamencobucht wird bestimmt auch noch mal ein Anlaufziel sein. Zudem werde ich mich mal darum kümmern was für ein Theater die Verlängerung des Visa gibt, wer weiß was alles noch kommt und in Europa ist das Wetter nicht wirklich warm, wie ich mitbekommen habe.

    19.02.12-21.02.12

    Es ging weiter Richtung Süden in die von uns getaufte Flamencobucht, in der ich vor ca. 1 Monat meinen Geburtstag gefeiert habe. Unglaublich wie sich die Dünenlandschaft in der Zeit verändert hat. Am Nachmittag habe ich mit Liz einen großen Spatziergang am Strand und in den Dünen gemacht.

    Da in der Bucht eine warme Quelle ist und somit Wasser vorhanden, ist mal wieder die Wäsche dran. Eigentlich wollte ich weiterfahren, aber ich habe ein Paar aus Finnland kennen gelernt und wir haben uns gleich gut verstanden und viele Eindrücke unserer Reise ausgetauscht. Am Abend bei Ebbe ging es auf zum Strand und wir haben Muschel gesammelt und gekocht. Ich war zwar etwas skeptisch, aber ich lebe noch.

    22.02.12

    Nach der Verabschiedung  von den zweien, bin ich 40Km Südlich gefahren, wo die ersten günstigen Tankstellen der Westsahara stehen. 552,48Liter Diesel für 261,45€ (0,47€/Liter). Klasse, da macht das Deutzen richtig Spaß. Ab jetzt wird die Fahrtrichtung erst mal Norden heißen. Ein Dromedar hat heute ein sehr riskantes Manöver mit einem Einheimischen LKW geliefert, die Jungs wenn sie bremsen, bremsen sie kurz vor knapp.

    Nach 100Km erreiche ich Tan-Tan-Plage und ich gönne mir eine heiße Dusche auf dem Campingplatz. Gegen Abend noch kurz die Vorräte im Dorf aufstocken und dann ein schöner Strandspatziergang in den Sonnenuntergang.

    23.02.12

    Heute habe ich mich nach Sidi Ifni aufgemacht, es ist wie eine andere Welt. Volles Leben am Strand, Surfer und es gibt sogar eine Kneipe mit normalen Preisen für´s Bier. Die Campingplätze sind alle hoffnungslos überfüllt, aber das ist mir auch recht und ich Parke einfach kack frech direkt an der Strandpromenade neben der Kneipe. Dort habe ich Shiv und Jono aus Irland kennen gelernt, wir verstehen uns super und verbringen einen gemütlichen Abend.

    24.02.12

    Die Nacht war Ruhig und es wollte kein Mensch etwas von mir, super. Nach dem Frühstück fragten mich die zwei ob ich nicht Lust hätte so eine Grotte, die nur 10Km entfernt ist anzuschauen. Warum nicht und ich muß sagen es hat sich wirklich gelohnt und das zweite Frühstück bei so einer Kulisse. Keine Leute, denn zu dem Naturschauspiel muß man ein ganzes Stück laufen und das hält die übermacht an Franzmännern wohl ab.

     

     

     

     

    Das ganze hat sich gezogen, da wir nach der Tour noch am LKW gesessen sind. Am späten Nachmittag sind wir nach Aglou Plage gefahren und haben dort einen sehr schönen Platz für die Nacht gefunden. Nach dem gemeinsamen Abendessen, das die zwei leider mit ihrem Ziegenkäse etwas versaut haben, bekamen sie die Retourkutsche ein vernichtender Sieg im UNO. Das haben sie nun davon.

    25.02.12

    Der traumhafte Strandspatziergang am morgen war super und Frau Hundle konnte sich mal wieder richtig austoben. Nach dem Frühstück habe ich dann zusammen gepackt und bin nach Agadir zur Marjane (großer Supermarkt) aufgebrochen. Die zwei kamen nicht richtig in die Pötte und wir haben uns für Abends in Tarhazoute verabredet. Es ist immer wieder erstaunlich was und wie es auf den Strassen in einer Marokkanischen Großstadt zugeht WOW!!!!! Und wieder überlebt :-) Nach den Besorgungen und des Aufladens der Internetkarte ging es ohne Umwege nach Tarhazoute.

    Schon beim einfahren in den Platz habe ich mir gedacht, hmmmmm ist aber wenig los hier, kurze Zeit später wurde mir von einer deutschen Ratschtante die Neuigkeit unterbreitet, das der Platz offiziell geschlossen wurde, der Typ mit Hut im Knast sitze und die Polizei öfters den Platz räumt.  Schade denn es ist ein super Platz direkt am Meer, aber ich lasse es mal darauf ankommen und bleibe da, mal sehen was passiert.

    Am Abend gibt die Natur eine besonders schöne Darstellung, ein Hammer Sonnenuntergang über dem Meer, den ich mit einem Döschen Bier begeistert verfolge.

    26.02.12 - 29.02.12

    Die Nacht war ruhig, ohne irgendwelche Vorkommnisse.  Nach der üblichen Morgenrunde mit Liz  habe ich Shiv und Jono getroffen,

     

    die ein paar hundert Meter weiter in einem Wäldchen stehen. Nachdem ich mir den Platz angeschaut und für echt klasse empfunden habe, entschied ich dort hin zu wechseln. Der Platz wird tagsüber von Hassan bewacht, der uns immer wieder warnt, es sein sehr gefährlich am Abend dort zu stehen. Es gesellt sich noch ein Womo zu uns, die Finnen

    und wir beschließen mit 5 Mann und zwei Hunden sicher genug zu sein. Zwei Tage habe ich mir ein Longboard zum Wellenreiten ausgeliehen und Jono war mein Privatlehrer. Abends haben wir oft ein Feuer gemacht und die wirklich lauen Nächte (18°C) genossen, ohne Probleme zu haben. Einen Abend waren wir zusammen im Städtchen beim Essen und Einkaufen. Die Tage hier vergehen bei sommerlichen 28°C super schnell und entspannt.

    Auch das Hundle genießt den Strand und geht sogar ins Wasser.

     

    Am Sonntag kommt halb Agadir zum Baden und es ist richtig was los, auch eine Band die aufspielt, ob man will oder nicht.

     

    01.03.12

    Heute war es an der Zeit sich von allen zu verabschieden und weiter zu fahren. 140Km entfernt von Taghazoute ist Sidi Kaoki, ein sehr kleines Dorf in den sich ein paar Surfer treffen und ihr können zeigen. Allerdings bin ich etwas enttäuscht wie wenig hier los ist. Ein so nettes Dörfchen mit netten Bars und Restaurants, aber nix ums verrecken los. Ich entscheide mich auf den Campingplatz zu fahren um Toilette und Wasser klar zu machen und warm zu duschen. Am Abend bin ich noch ein paar Meter zu einer Bar gelaufen und habe mich mit den Einheimischen Marokkanern unterhalten. Immer wieder interessant was die so für ansichten über Deutschland haben. Bei diesem Gespräch kam heraus, das einer eine Kite-Schule eröffnen möchte, eventuell klappt es, das ich meine Restlichen Kitesachen gegen ein Surfboard tausche und sie erzählen mir von einem Strand ganz in der nähe an dem man frei stehen kann. Einer der Marocs erklärt sich bereit mir am nächsten Tag den Weg zu zeigen, dass ich mir den Platz anschauen kann.

    02.03.12

    Nachdem ich den Campingplatz bezahlt und verlassen habe, fahre ich zur Bar und siehe da der Typ wartet wirklich auf mich und zeigt mir den Stellplatz. An diesem treffe ich ein Pärchen aus Berlin, dass ich schon aus Tarifa kenne und wir tauschten unsere Erfahrungen und Erlebtes in Marokko aus.

    03.03.12

    Am Morgen bin ich in das Dorf gefahren und wollte das Zeug tauschen, aber er hatte nur ausgelutschte Boards da und somit habe ich die Finger davon gelassen und mich auf den Weg nach Essaouira gemacht.

    In Essaouira war die Hölle los und der Parkwächter, am Parkplatz am Hafen, versicherte mir er habe noch Platz für mich. Aber Pustekuchen, schön angeschissen, nachdem ich ihn auf schwäbisch zur Sau gemacht habe, könnte ich den ganzen Mist wieder Rückwärts raus fahren und die Marocs Parken nicht wirklich in einer Reihe oder mit System. Egal, also zum Campingplatz, der Wachtelwächter versichert mir, es sei alles voll. Ich laufe eine Runde um mich zu vergewissern, da ist Platz genug, der Dackel will mich nicht auf dem Platz. Ganz großes Kino, also erst mal eine Pause, durchatmen und etwas essen. Der Tag ist nicht wirklich gut zu mir. Ich beschlisse weiter nach Ounara zu fahren, dort soll es wohl auch einen Campingplatz geben und ich finde ihn auch gleich. Allerdings will der 80DH von mir. Ich bleibe dennoch da, bevor an dem Tag noch mehr schief läuft. Zudem kommt, das ich mir vor ein paar Tagen den Zeh, an der Sicherungsleine beim Surfen, ganz übel aufgerissen habe und das ums verrecken nicht heilen will, im Gegenteil es Eitert und tut höllisch weh. Am Abend lerne ich Josef und seine Freundin kennen, er lebt seit 25Jahren in Brasilien und hat da einen Reitstall. Von seinen Viechern hat er ein Mittel dabei und er meint dass hilft, also rauf das Zeug.

    04.03.12

    Ich bin begeistert, das Zeug hat wirklich über Nacht geholfen, ich will zwar nicht wissen was da drin ist, aber der Zeh sieht echt wieder gut aus. Nach dem Frühstück fahren wir gemeinsam nach Marrakesch, auch hier wieder alles auf den Straßen zu sehen, leider bleibt mir bei dem Verkehr nicht viel Zeit zum Fotografieren.

    Mein nächstes großes Etappenziel soll Fes sein, das aber 600Km entfernt liegt und somit werde ich noch ein paar Zwischenstopps einlegen.

    05.03.12

    Die nächste Etappe geht zu den Wasserfällen von Ouzoud, was übersetzt Olivenbaum heißt. Die ersten 160Km von den 200Km sind auf ganz guter Straße schnell zurück gelegt. Dann geht es auf eine mini mini Straße, die Landschaftlich verändert sich, aber die Straße hat es in sich.

     

     

    So dann hat der Spaß ein Loch. Eine Brücke die mich sehr an Albanien erinnert und nicht gerade vertrauenswürdig aussieht. Mist, alles wieder zurück fahren, hmmmmm was tun. OK ich versuche es, ich kann euch sagen Bollen hab ich geschwitzt.

     

     

    Es ist alles gut gegangen und die letzten Kilometer zum Wasserfall standen offen. Im Dorf angekommen haben Josef und ich einen schönen Platz bei einem Hotel gefunden und beschlossen da zu bleiben.

     

    06.03.12

    Am nächsten Morgen ging es dann zum Wasserfall, der nur ein kurzes Stück vom Stellplatz entfernt liegt. Die ganze Runde soll so ca. 2 Stunden dauern und mal wieder eine kleine Wanderung tut gut und auch das Hundle freut sich wie verrückt. Allerdings sagt man uns, wir sollen lieber den Hund zuhause lassen, sonst könnten wir die Affen nicht sehen. ÄÄÄÄ welche Affen, es leben da wohl fünf Familien, a 15 Tiere wild in den Olivenwäldern, die ein Naturreservat sind. Egal sch…. auf die Affen, der Hund kommt mit. Nach kurzem Marsch erreichen wir den oberen Rand der Wasserfälle und ich muß sagen, nach der letzten Geschichte mit den Wasserfällen bei Agadir bin ich angenehm überrascht, sogar mit Wasser!!

     

    Dann geht es steil Berg ab und was soll ich sagen, Liz entdeckt die Affen als erste und die interessiert es nicht wirklich, das ein Hund in der nähe ist, also Kamera raus und los.

     

     

    Wenn die Kamera schon mal draußen ist nix wie runter und die Wasserfälle geknipst.

     

     

     

    Wirklich schön, wir verweilen eine Stunde und genießen das Naturschauspiel dann geht es auf der anderen Seite 650Stufen wieder nach oben. Bei knapp 28°C ist das eine schweißtreibende Angelegenheit, aber wir haben es überlebt.

    Zurück am Stellplatz erst mal eine Dusche und dann im Schatten ein Kaffee und Kekse zur Stärkung.

    07.03.12

    Nachtrag zum Wasserfall:

    Heute heiß es erstmal ausschlafen, nach den üblichen Morgenritualen, starteten wir gegen 12:00Uhr zum Stausee Bin-el-Ouidane. Es verheiß eine kurze Tagesetappe zu werden und somit ließen wir uns Zeit, aber es sollte anders kommen. Durch eine wunderschöne Landschaft die man eher in Canada erwarten würde als in Marokko, ging es hoch hinaus und die Berge ringsum waren Schnee bedeckt.

    Nach ca. zwei Stunden erreichten wir den Stausee, der einen überwältigten Anblick bot.

    Immer dem Seeufer entlang, folgten wir der kleinen Straße und wollten auf dem in der Karte eingezeichneten Campingplatz. Der ist aber jetzt ein Hotel und hat nicht wirklich die Möglichkeit mit dem Camper stehen zu bleiben. Also weiter, dann ging es über die Staumauer, danach kamen wir immer weiter von See, so das ein stehen bleiben am See nicht möglich mehr war und wer dreht schon um, tzzzzz.

     

    Macht ja nichts, der Tag ist noch jung und wir beschlossen nach Beni-Mellal weiter zu fahren. Die Passstraße beendet ihren  steilen aufstieg bei 1600mH und fiel dann noch steiler 1000 Höhenmeter hinunter. In der Stadt angekommen haben wir mehrfach nachgefragt, aber die Antwort war immer die gleiche, kein Stellplatz in und um die Stadt. Josef entschloss umzukehren  denn er muß in zwei Tagen seinen Sohn in Marrakesch vom Flughafen ab holen und möchte nicht noch weiter in die Prärie fahren. Somit war die Verabschiedung kurz aber herzlich und unsere Wege trennten sich. Ich folgte der N8 nach Kasba-Tadla, passiere unglaublich viele Orangenplantagen in denen die Pflücker gerade Feierabend haben und zu ihren Camps transportiert wurden.

    Nach weiteren 70Km soll ein kleinerer Stausee folgen an dem ein nicht offizieller Stellplatz ist, na da bin ich mal gespannt. Die Uhr zeigt kurz vor 19:00 und ich habe langsam die Nase voll. Aber dank den GPS finde ich die Einfahrt auf Anhieb und ich klettere mit RED die letzten 2Km zum Ufer hinunter. Schräglagen von 30° und nennenswerte Schlaglöcher später stehe ich am Seeufer und bin begeistert, der Platz ist super und keine Menschenseele weit und breit. Auf der einen Seite ist die Sonne gerade untergegangen und auf der anderen steht schon der Mond, ein klasse Schauspiel.

     

    Nachdem sich die Madam ausgetobt hat wurde gegessen und da es keinen Internetempfang gibt werde ich, nach einem anstrengenden Tag früh ins Bett gehen.

    08.03.12

    Seit geraumer Zeit wird RED immer lauter, zuerst bei einer gewissen Drehzahl bei Volllast, aber jetzt eigentlich immer. Es ist kaum noch möglich mit offenem Fenster zu fahren. Ich kontrolliere den Auspuff und siehe da er ist auf einer Seite komplett aufgerissen, also kein Wunder der Krach. Im nächsten Dorf halte ich beim Schlosser, oder was die so nennen und es wir der Preis verhandelt. Da ich ja schon sehr schlechte Erfahrungen mit dem Schweißen an LKW gemacht habe, trotz Masse entfernen u.s.w., die elektronischen Geräte einen defekt davon getragen haben, muß der Auspuff zum schweißen ab. Natürlich wird ganz lässig mit Sonnenbrille geschweißt.

     

    Kleiner Witz am Rande (Woran erkennt man, das ein Marokkaner beim duschen war? -> Wasserflecken auf der Sonnenbrille ;-)

    Nach der Montage des Auspuffs, eine kleine Probefahrt, alles OK. Der ganze Spaß dauert ca. 1 Stunde und kostet mich 4,50€.

    Danach geht es auf doch recht kurviger Straße zu den Quellen Oumer-Riba.

    Ich möchte mich nicht weiter über die Quellen auslassen sonst rege ich mich nur wieder auf, so ein sch….. es fängt schon am Parkplatz an wo mich drei Einweißer in einen Parkplatz einweisen wollen und jeder will Kohle, einen alten sch…. , aber genug. Meiner Meinung nach lohnen die Quellen sich überhaupt nicht.

    Der kleinen Passstraße folgend Richtung Azrou geht es wieder hoch hinaus, Das Navi zeigt über 1900mH an und es liegt Schnee.

    In Azrou angekommen finde ich einen der schönsten Campingplätze die ich in Marokko gesehen habe. Ich denke noch beim Einfahren, oh oh das wir bestimmt teuer, aber nix 3,60€ pro Nacht und jetzt kommt der HIT eine Waschmaschine!!!! Die werde ich morgen gleich mal in beschlag nehmen.

    09.03.12

    So gleich am Morgen 11:30Uhr ;-) wird die Mischmaschine mit der Bettwäsche in beschlag genommen. Um Liz brauch ich mich nicht kümmern, sie ist der Renner bei den Niederländischen Omis, wahrscheinlich hat sie bald kein Fell mehr vor lauter streicheln, oder sie platzt, aber Madam fühlt sich ganz groß und sehr wohl.

    10.03.12

    Über Ifrane bin ich nach Fes gefahren und habe mich auf den Campingplatz Damant Verd gestellt. Der mit 50DH günstig ist aber sagen wir ein eigenes Klo und Dusche sind da schon nicht schlecht. Dort habe ich ein junges Pärchen aus Frankreich kennen gelernt, Celine und Wilhelm, die haben keinen guten Start in Marokko gehabt. Keine 6 Stunden im Land sind sie überfallen worden, mit Stichverletzung an der Hand, Kohle, Pässe und Handys weg. Wir haben uns am Abend zusammen gesetzt und lange über den Vorfall und die Erfahrungen in Marokko gesprochen.

    11.03.12

    Heute haben die zwei einen Anruf von der Polizei bekommen, die Täter wären geschnappt und sie sollen am nächsten Morgen um 8:00Uhr zur Gegenüberstellung in das 300Km entfernte Nador kommen. Den beiden ist nicht wohl bei dem Gedanken die Leute wieder zu sehen und sie vor Gericht zu bringen, aber ihnen wird nahe gelegt, dort zu erscheinen, es wäre ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz gewesen. Also verabschieden wir uns und ich hoffe bei den beiden geht alles klar. Egal was passiert, werden sie nach ihrem Termin sofort Marokko verlassen, was auch nachvollziehbar ist.

    12.03.12

    Heute ist mein 300er Reisetag, es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht.

    Den Tag werde ich in der Altstadt von Fes verbringen.

    Fes ist die drittgrößte Stadt Marokkos (über eine Millionen Einwohner), die älteste der vier Königstädte und war bis 1912 auch die Hauptstadt. Bis Heute ist Fes das spirituelle Herz des Landes geblieben, Mittelpunkt von Kunst, Handwerk und Wissenschaft.

    Wout und Anja, ein älteres Ehepaar aus Holland hat angeboten mich mit in die Stadt zu nehmen, also los ab ins Abenteuer. Vom Waffenmuseum Bordj Nord

    kann man sich einen ersten Eindruck von der Altstadt machen und hat einen fantastischen Panoramablick

    Auch hier sind die Souks in die verschiedenen Handwerksberufe aufgeteilt, die sehr an die in Marrakesch erinnern, aber eines möchte ich mir genauer anschauen und zwar die der Gerber.

    Dort angekommen, bekomme ich jede Menge Minze in die Hand gedrückt, ….Hmmmmm, ich frage nach warum, aber meine Frage beantwortet sich nach ein paar Meter von selbst. Ein unglaublicher Verwesungsgeruch liegt in der Luft und ich bin am bezweifeln, ob es eine gute Idee war, die Nase hier rein zu stecken. Hier wird gearbeitet wie vor 500 Jahren, die mit naturfarben gefüllten Bottichen werden von den Arbeitern von Hand gefüllt und entleert, eine sau Arbeit und das bei dem Gestank.

     

     

     

     

    Nachdem sich mein Magen wieder beruhigt hat, ging es zum Tor Bab Boujeloud, das auf der einen Seite blau und auf der anderen grün gekachelt ist.

     

    Von dort aus gehe ich noch ein Stück mit Wout in die Souks, esse eine Kleinigkeit aber so wirklich viel Neues gibt es nicht zu entdecken, kurz noch am Königspalast vorbei

    danach beschließen wir zurück zum Auto zu gehen und wieder auf den Campingplatz zufahren, wo mich das Hundle schon sehnsüchtig erwartete.

    13.03.12

    Heute wollte ich eigentlich nach Meknes weiter fahren, aber irgendwie hatte ich keine Lust. Der Stellplatz hat sich geleert und Ruhe ist eingekehrt, somit  bleibe ich noch einen Tag und kümmere mich am Vormittag mal um den Wohnkoffer, der eine Reinigung nötig hat. Den Rest des Tages verbringe ich bei angenehmen  25°C im Schatten und gehe mit dem Hundle immer wieder eine Runde. Gegen Abend habe ich mit Wout eine Runde Boule gespielt, dann lecker gekocht, Ofenkartoffeln und zum Nachtisch Vanillepudding mit Sahne.

    14.03.12

    Auch Heute hat es nicht geklappt mit weiterfahren, tzzzz keine Lust, ich stehe immer noch auf dem Campingplatz Damant Verd, Danke Wout für das Bild.

    Zudem hat mich Otto mit seinem T3 Syncro besucht den ich vom Erg Chebbi kenne

    und wir haben uns lange unterhalten, im Anschluss ist Josef vorbei gekommen. Bei 27°C sitze ich heute lieber im Schatten und pufffff jaaa. Für Morgen habe ich mich mit Josef verabredet und wir werden gemeinsam die Ruinen von Volubilis anschauen.

    15.03.12

    Morgens um 10:00Uhr treffe ich mich mit Josef und wir verlassen Fes. Moulay Idriss soll das Ziel sein, das 80Km entfernt liegt. Ungewohnt viel Verkehr und enge, kurvige Straßen lassen uns kurz nach Mittag am Campingplatz Belle Vue ankommen, die Straßenhändler unterwegs bieten ihre Waren kunstvoll aufgebaut an.

    Nach der Stellplatzauswahl und einem Kaffee, ging es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Volubilis (Informationen Volubilis–Wikipedia). Die Fahrt dauert ca. 15min und kostet 8DH (0,72€).

    Die Antike Römerstätte entstand ca. 146 v.Chr. und ist mit Abstand die bedeutendste in Nord Afrika, sie wurde durch Zahlreiche Eroberungen und hauptsächlich durch Moulay Ismail (1672) zerstört. Er nutzte die Stätte um im 30Km entfernten Meknes seinen Palast auszubauen. Besonders erwähnenswert sind die Antiken Bodenmosaike die Teilweise noch erhalten sind. Leider ist die ganze Anlage, trotz Unesco Weltkulturerbe in einem erbärmlichen Zustand. Jeder Latscht achtlos über die mehr als 2100 Jahre alten Zeichen der Zeitgeschichte. Dennoch war es ein beeindruckendes Erlebnis, das ich in einem Bilderalbum für euch festgehalten habe. - Klick -

    Nach drei Stunden in der prallen Sonne und wie ihr gesehen habt etlichen Bilder, kehrten wir zum Campingplatz zurück und genossen noch den lauen Abend, nachdem wir vom Tajineessen zurück gekommen sind.

    16.03.12

    Ein höllenlauter Schnarcher lies mich nicht wirklich gut schlafen. Da ich eh schon wach bin, stehe ich auch zeitig auf, Frühstücke und verlasse gegen 10:30Uhr den Platz. Der N13 folgend fahre ich immer Richtung Norden, hierbei treffen ich Wout&Anja und wir machen zusammen Rast.

    Der erste Stellplatz der sich anbietet ist in Ouzzane, an dem ich am Mittag ankomme. Der Platz ist nicht schlecht aber geteert und voll in der Sonne, nicht der Renner, vor allem nicht für Liz. Also geht es weiter 70Km nach Chefchaouen, dort finde ich einen schönen Platz an dem ich stehen bleibe. Hier treffe ich ein Pärchen aus Heidenheim, wie klein die Welt doch ist, ein Pärchen aus Berlin das ich von Tarhazoute kenne und noch eines aus Tschechien, die ich bei der fahrt der Algerischen Grenze entlang kennen gelernt habe. Mit jedem ein kurzer Ratsch und die Erfahrungen ausgetauscht und schon ist es wieder Zeit fürs Abendessen. Aus acht Eiern mache ich mir Pfannenkuchen die ich auch fast alle geschafft habe, aber nun dass Ranzenweh plagt.

    Ach ja, das Gebiet hier liegt voll im Riffgebirge und ist somit das größtes Marihuanaanbaugebiet der Welt. Alle Naselang kommt einer und will das Zeug verkaufen, das ist auch der Grund warum ich hier in der Gegend lieber mal die Campingplätze aufsuche. Morgen geht es weiter an die Mittelmeerküste an der ich mich die letzten Tage, die ich in Marokko bin aufhalten werde. Zwei Wochen bleiben mir noch, dann läuft das vierteljährige Visum aus. 

    17.03.12

    Am Morgen habe ich mich von allen verabschiedet und bin nach Martil gefahren. Es liegt an der Mittelmeerküste und sieht schon etwas Europäisch aus. Am Campingplatz treffe ich wieder Wout und Anja, die mich gleich nach der Ankunft zum Fischessen einladen. Am Mittag drehe ich eine Runde mit dem Fahrrad und schaue mir die nähere Umgebung mal etwas genauer an. Martil wartet mit einer schönen, großen Strandpromenade mit viel Cafes auf, nett. Ein weiterer Womo Nachbar aus Kempten, bittet mich da er seinen Hund zuhause lassen musste, mit Liz gassi gehen zu dürfen, klasse All Inklusive ;-)  Am späten Nachmittag steht Wout schon mit den Boule Kugeln bereit und wir beschreiten einige Spiele, ohne bei der Hitze das trinken zu vergessen, nach jeden Spielchen ein kühles Bierchen, denn auch hier gibt es ein Supermarkt der Alkohol verkaufen darf. Puhhhh anstrengend, zum Abendessen gehe ich mit dem Rad in die Stadt. Ein belegtes Baguette mit Thunfisch, Oliven, Tomaten, Salat, Zwiebel und Pommes für 12DH (1,09€) essen und ich unterhalte mich eine ganze Zeit mit Mohamed, dem Baguette-Menschen und schaue dem bunten treiben auf der Promenade zu. 

    18.03.12

    Heute war mal richtig ausschlafen angesagt, nach dem Frühstück bin ich mit Wout in die Stadt geradelt

      

    und wir haben uns einen leckeren Thunfisch gekauft, der heute Abend auf den Grill kommt. Liz war in der Zeit wieder beim Kemptner Nachbar zu besuch, die auch wieder mit ihr eine große Runde gelaufen sind. Danach wollte ich eigentlich ein paar Dinge am LKW erledigen, aber ich bin aus Zeitmangel nicht dazu gekommen. Viele Informationen über Bulgarien gab es vom Bulgarischen Nachbar, bei Franzosen musste ich noch Holzkohle schnorren, Boule mit Wout spielen, und und und, ich sag es euch ein Stress. Aber morgen ist ja auch noch ein tag, wobei der auch fast schon wieder verplant ist.

    19.03.12

    Nach dem Einkaufen bei Marjane habe ich mich mal ein wenig um RED gekümmert. Abschmieren, Ölkontrolle und die ein oder andere Schraube angezogen. Am Abend hat sich der Platz mit vielen Leuten gefüllt und es wurden die Eindrücke und das Erlebte ausgetauscht.

    Dem Hundle gefällt es hier auch super und ist Abends immer ganz erledigt von den Erlebnissen des Tages.

    20.03.12

    Ein sehr gemütlicher Tag, Gassirunden, ins Städtchen radeln und die Abendliche Runde Boule, sind die einzigen Aktivitäten. Am Abend nach dem Essen, treffe ich mich noch mit Wout und Anja und es gibt einen kleinen Abschiedsumtrunk. Sie werden Morgen in der Früh Marokko verlassen und über Portugal wieder Richtung Holland fahren.

    21.03.12

    Heute habe ich mir mal einen Plan gemacht was ich alles noch vor meiner Rückreise nach Europa, die auch bald ansteht, erledigen möchte. Ganz oben auf der Liste steht volltanken und die Gasflasche auffüllen. Mal sehen wie das mit dem Gas funktioniert, ich habe mir in einem kleinen Laden zwei Verschraubungen und einen Schlauch besorgt. Am Campingplatz gibt es marokkanische Gasflaschen, die auf den Kopf gehängt wird und somit sollte das Gas in die deutsche Flasche laufen.

    Was soll ich sagen, es hat geklappt, habe ich wieder Gas an Board  und das für 4€.

     

    22.03.12 Viel Text aber ich glaub es lohnt sich es zu lesen!!

     

    So heute soll es nun Abschied von Marokko heißen. Früh beginnt der Tag, um 7:00Uhr stehe ich auf und erledige meine Morgenrituale. Um 8:00Uhr starte ich in das 10Km entfernte Tetouan, dort tanke ich nochmals den Karren randvoll (0,67€), das restliche Geld bringe ich bei Marjane unter. Dann geht es der Mittelmeerküste entlang nach Tanger Med zum Hafen. Unterwegs kann man kaum glauben, dass man noch in Marokko ist, es sieht alles schon sehr europäisch aus.

     

    Die Fähre soll um 13:00Uhr starten und ich bin gegen 11:00Uhr am Hafen. Dort gilt es erst mal die Fährticket ausdrucken zu lassen und dann geht es weiter zur Polizei das Visum ausstempeln. Danach kommt der Zoll, der die Ausfuhr des Fahrzeugs bestätigt. Dann weiter in einer großen Schlange auf einen schmalen Fahrstreifen. Ich und Liz müssen aussteigen und das Fahrzeug wird geröntgt, danach noch eine Sichtkontrolle. Puhhhh das kostet Nerven und Zeit, um 12:30 Uhr stehe ich wie gefordert am Gate4, bei all den anderen Fahrzeugen, die auf die Fähre warten. 13:30Uhr noch keine Fähre zu sehen, doch da kommt sie, aber sie legt an Gate5 an. Nun beginnt ein unbeschreibliches Durcheinander, denn jeder will der erste beim neuen Gate sein. Ein französischer Tupperwarefahrer macht mich darauf aufmerksam das wohl zwei Leute um mein Auto geschlichen sind. Also Fahrzeugkontrolle und siehe das zwei blind Passagiere unter meinem LKW. Auch nicht schlecht, erst mal Liz aus dem Auto geholt und die zwei lassen sich ganz schnell überreden nicht mit uns zu fahren.  14:30Uhr die Fahrzeuge sind aus der Fähre gerollt und wir können auf die angewiesenen Plätze fahren. 15:30Uhr mit ca. 2,5h Verspätung startet die Fähre in Marokko und wir 2h später in Algeciras anlegen. Dort dauert die Ausfahrt aus der Fähre und dem Zollgelände. Erst wird wieder RED kontrolliert, der dicke Zöllner hat so seine Probleme ohne Leiter in RED einzusteigen, schafft es aber nach dem dritten Anlauf. Dann kommt der Tierarzt und will Liz Chip kontrollieren, traut sich aber nicht, also mache ich es für ihn. Danach noch zum Hundezoll, alle Papiere von Liz werden kopiert, vor allem sind sie auf die Titterbestimmung ganz scharf. Neben mir steht ein französisches Ehepaar, die haben zwar die Bescheinigung für ihren Hund aber sie ist nicht im Pass eingetragen.

    ACHTUNG jetzt kommt es, die müssen wieder zurück nach Marokko und die Papiere in Ordnung bringen, Spanien lässt sie nicht einreisen!!!!!

    Da bin ich mal froh, dass Liz alle erforderlichen Papiere und Eintragungen hat.

    Ich entscheide mich erst mal ein paar Tage vor den Toren Gibraltars zu stehen und mich mal wieder zu akklimatisieren zu können.

    Gegen 19:00Uhr komme ich dort an und gehe nach dem Abendessen auch gleich ins Bett.

    Weiter geht es auf Spanien II