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    30.06.11

    Also kurz nach Mittag geht es ab nach Norwegen, mit noch einem gemischten Gefühl. Da der Schwabe ja nichts verkommen lässt, zum trinken und rauchen viel zuviel war und wegschütten gar nicht geht habe ich beschlossen den ganzen Alkohol und den Tabak (auch Eier, Kartoffeln und weis der Herr nicht was noch alles die da nicht wollen) mit nach Norwegen zu schmuggeln.

    Das Glück ist ein Rindvieh und sucht seines gleichen!! Es hat geklappt

    Ich folge der E10 Richtung Westen, ein  Wegweiser sagt 411Km nach Ä, den Südlichsten Ort der Lofoteninseln die man mit dem Auto erreichen kann. Ich blick da immer noch nicht ganz durch, habe es aber so verstanden:

    Die Lofoten bestehen aus einer Inselgruppe aus Sechs Inseln. Vier Stück mehr oder weniger zusammenhängend und Zwei nur mit der Fähre erreichbar.

    Der Größe nach Austvagoy, Vestvagoy, Flakstadoy, Moskenesoy und die zwei außerhalb liegenden Varoy und Rost.

    Schreiben tut man die alle etwas anders, aber solche Buchstaben habe ich gar nicht auf meiner Tastatur.

    Nach ca. 100Km in Norwegen habe ich mir ein Plätzchen gesucht und auch einen guten gefunden, direkt am Meer.

     

    01.07.11

    So nun aber ab auf die Lofoten, es wird bergiger und kälter,

     

    wie ich gelesen habe gibt es einen Tunnel der 2007 fertig gestellt worden ist, aber in meiner Karte und auch im Navi ist davon nichts zu sehen.

    Ja, es gibt einen Tunnel und ich folge der Beschilderung, die mich dann auch sicher ans Ziel, Svolvär die Hauptstadt auf der Hauptinsel bringt. Mit 4100 Einwohnern eher eine kleiner Stadt in der es nicht viel zu sehen gibt. Ein kleiner Hafen

    @ Jan, ich habe hier dein Auto rum stehen sehen.

    und sonst nicht viel. Ich habe mit Liz einen kleinen Stadtbummel gemacht und dann haben wir uns auf Stellplatzsuche gemacht und mal wieder einen sehr schönen, direkt am Meer gefunden. Dieses gebiet zählt unter Kletterer als Paradies und somit war es nicht verwunderlich das da das ein oder andere Zelt aufgeschlagen war. Es war aber eine lockere und ausgelassene Stimmung und somit störte mich die Nachbarschaft nicht.

     

    02.07.11

    Heute war Wandertag angesagt, ich bekam von ein paar Kletterern einen Tipp und die meinten der Weg sei nicht schwierig und auch Liz könnte das gut schaffen. Na ja, geschafft haben wir es schon, aber nicht schwierig sieht anders aus. Aber wir wurden mit grandioser Landschaft und  wunderschönem Ausblick belohnt.

     

     

    03.07.11

    Nach sehr gemütlichem Frühstück kamen die Hurtigruten vorbei

    und ich machte mich auf und bestieg noch mal einen kleinen Berg mit fantastischer Aussicht

    Und am Abend war gemütliche Lagerfeuerstimmung mit den Süd-Tirolern angesagt. Der Platz war super, hatte aber einen Nachteil, die Sonne verschwand gegen 16:00Uhr hinter den Bergen und kam erst wieder um 3:00Uhr morgens zum Vorschein. Nicht das es dunkel wurde aber sehr schattig und somit kalt.  Deswegen beschloss ich ein kleines Stück weiter zufahren um die Mitternachtssonne über dem Meer zu sehen.

     

    04.07.11

    Das erste Tagesziel war das kleine Städtchen Henningsvär, das zweite eine Bucht die ca. 15Km davon entfernt liegt.

     

     

    Türkisblaues Wasser, traumhafte  Strände und malerische Landschaft begleiten mich auf dem Weg zum neuen Stellplatz, an dem wie ich vermute die Mitternachtssonne sehen zu können und es war so. (Bilder wurden wirklich um 24:00Uhr geknippst)

     

    05.07.11

    Da mir der Platz und die Aussicht so gut gefallen hat, habe ich beschlossen, noch einen Tag dort zubleiben. Es stand mal wieder der Service am LKW an und ich habe die Homepage erneuert. Nach nun mehr 5000Km habe ich einen halben Liter Öl nachschütten müssen und bin sehr zufrieden, das er nicht mehr verbraucht hat.

     

    06.07.11

    Heute bin ich für die Lofoten recht weit gefahren, erst mal in Lenknes die Einkäufe auffrischen (minimal Bestand, da auf den Lofoten alles etwas teurer ist) und dann noch bis Reine. Davor habe ich mir noch Nußfjord angeschaut, ein Dorf das ein Museum ist, aber auch nicht viel anders ausschaut wie die anderen.

    Auf der Weiterfahrt habe ich mal wieder Kathi und Floh getroffen und wir haben einen Stellplatz für die nächsten Tage gesucht.

    Am Abend haben wir die Angeln ausgepackt und sind in einen Makrelenschwarm gekommen, jeder Wurf ein Treffer.

     

    07.07.11

    Wandertag war angesagt, in der nähe von Reine gibt es einen Berg, der für seine Aussicht bekannt ist. Liz durfte auch mit, in einer Stunde knapp 500 Höhenmeter, es war sehr steil und der „Weg“ nicht gut. Oben angekommen, gibt es noch eine kleine Kletterpartie und man kann bis zum Abgrund stehen, habe ich natürlich gemacht (Aber die Hosen fast voll gehabt). Aber die Aussicht war grandios. 

    Lob an Liz, die musste wirklich kämpfen, hat es aber geschafft und alles super gemacht!

     

     

    Nach dem Abstieg waren wir ziemlich platt, haben uns dennoch ein Gipfelbier in Reine gegönnt. Abends am Stellplatz angekommen, rasch ein Feuer gemacht und mit einem Genus die Makrelen verspeist die absolut super klasse geschmeckt haben.


    10.07.11

    In den letzten Tagen habe ich die Lofoten wieder verlassen und bin auf die Inselgruppe Vesteralen gefahren, die ca. 200Km nördlich liegen. Ein neuer Höhepunkt der Reise steht an. Ganz im Norden der Insel Andoya habe ich für morgen eine Wal-Safari gebucht.


    http://www.whalesafari.no/


     

    Der Veranstalter hat eine Sichtungsquote von 95-99% und gibt eine Garantie, wenn man keine Wale zu sehen bekommt, darf man ein weiteres Mal mitfahren.

     

     

    Ich freue mich schon riesig darauf die bis zu 16 Meter und 60 Tonnen schweren Pottwal zu sehen. Hoffentlich kann ich vor Aufregung und Vorfreude ein wenig schlafen.


    11.07.11

    Nun, heute war der große Tag, die Wal-Safari stand an. Zuerst ging es in das Wal-Museum, in dem ich sehr viele interessante Informationen bekommen habe und euch ein klein wenig davon berichten möchte.

    Andenes auf der Insel Andoya ist der in ganz Norwegen, der beste Punkt um die Pottwale zu beobachten, denn unweit der Küste gibt es einen 1000m tiefen Unterwassergraben (Bleik Canyon) in dem sich sehr viele Tintenfische und Riesenkraken aufhalten. Die wiederum sind die Nahrung für die Pottwale. Ein Ausgewachsener Wal verschlingt jeden Tag 1 Tonne von den Leckerbissen.

    Er kann bis zu 45 min Unterwasser bleiben und muß dann auftauchen um Luft zu atmen und genau da kann man ihn dann beobachten. Wenn er an der Oberfläche ist benötigt er ca. 3-5 Minuten um sein Blut und die Muskulatur mit Sauerstoff vollzupumpen, die Lungen bleiben leer, die würde es in der tiefe zerreisen. Nachdem er genügend Sauerstoff aufgenommen hat versucht er so schnell wie möglich wieder in die tiefe zukommen (bis zu 60m/min) und weiter zu jagen, das geschieht normalerweise mit dem spektakulären krümmer des Körpers und mit dem aufstellen der Flunke.  

     

    So nun zur Seefahrt:

    Das Wetter war nicht gut, 7°C und Regen, dazu kam noch eine sehr große Portion Wind. Ich habe nicht damit gerechnet dass das Nordmeer sich so zickig benehmen würde. Unser Boot, die Maan Dolphin ein Katamaran der 33 Knoten macht, gleicht im innern eher einem Flugzeug, aber das Ergebnis der rasanten Fahrt war eher wie eine Stunde übelster Achterbahn fahren.

     

    Über die hälfte der mitfahrenden lies sich die Sache nochmals durch den Kopf gehen, mir war auch nicht ganz echt aber habe es gut überstanden. Auf hoher See trafen wir dann auf das andere Schiff der Andenes-Wal-Safari um gemeinsam auf die Wale zu warten. (ehemaliger Walfänger, 13 Knoten schnell)

    Zu dieser Zeit war den meisten nicht mehr nach Wale schauen :-), auch gut mehr Platz für die anderen. Auf einmal hörte man Wal in Sicht und das Vordeck wurde geöffnet und man konnte sich in Position bringen. (Viele von den Pappnasen hatten Sandalen an und rutschten und flogen mehr hin und her als auf die Wale zu schauen, tzzzzz Franzosen halt)

    Ein kleinerer Pottwal war zusehen, aber das Boot schaukelte mächtig und man war förmlich überfordert mit: Wal schauen, festhalten (und das war wirklich nötig), und fotografieren. Dann ca. eine viertel Stunde später das gleiche Schauspiel, ein zweiter Wal war zusehen, der sich aber nicht mit dem obligatorischen Flunken verabschiedete.

    Dann der dritte, ein riesiger 18 Meter großer und ca. 60 Tonnen schwerer Bursche. Die See war immer heftiger und man konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, es waren nur noch wenige auf dem Vorderdeck. Ich und die Kamera bekamen ordentlich Seewasser zuschlucken, das Fotografieren war nicht gerade einfach, aber es hat sich gelohnt, der Wal war ca. 50 Meter vom Boot entfernt und ich konnte noch ein paar Bilder machen.

    Hammer, geil. Einfach unbeschreiblich schön, so gewaltige Tiere so nahe zukommen.

    Ein ganz tolles Erlebnis!!!

    Die anderen Walfotos sind in einer extra Galerie unter Norwegen zu finden.

     

    Nun nach der langen Zeit auf den Lofoten und den Vesteralen mache ich mich wieder auf und ziehe weiter, das nächste Ziel soll Tromsö sein das etwas über 400Km nördlich von Andenes liegt.

    13.07.11

    Tromsö war nicht der Renner, ich habe ja schon einiges an Touristen-Abzocke gesehen aber das übersteigt vieles. Im Ort wird alles nach dem Motto die/der nördlichste verkauft und das lassen die sich gut bezahlen. Wenn man zum Beispiel in die nördlichste Brauerei der Welt  möchte Bezahlt man 14€ Eintritt und so ging es weiter. Die möchten den Tourismus mit den Wohnmobilen nicht und stellen keine Parkplätze zur Verfügung, so wie in ganz Nordnorwegen wollen sie, ein großes Schiff (Hurtigruten) wo 2000 Personen aussteigen, 2-3 Stunden herum gekarrt werden, einen Haufen Geld liegen lassen und dann wieder verschwunden sind.

    Danach, aber nicht deswegen, habe ich mich aus mehreren Gründen entschlossen, Norwegen zu verlassen und wieder nach Finnland zufahren.

    Ein nicht ganz unwesentlicher Punkt war der Wetterbericht der für die komplette nächste Woche Regen zwischen 5-7°C angesagt hat.

    Zum anderen sehe ich nicht ein 1200 NOK (152€) für den Tunnel ans Nordkap zu bezahlen nur das ich da war, denn Landschaftlich bekommt man nicht mehr viel geboten und ich müsste tanken für 13,50NOK/Liter. (1,71€/Liter)

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