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    31.05.11

    So nun ist es soweit, der Tag der Abreise nach Schweden. Der Wecker klingelt um 1:30Uhr, nach einem Kaffe geht die Fahrt nach dem 48Km entfernten Frederikshavn los. Die Fähre

       

     

    legt Pünktlich um 3:45 Uhr ab und ist um 7:15Uhr in Göteborg angekommen.

       

    Nördlich von Göteborg sind Scheren (Landzungen und Fjorde) in denen ich mich erst mal aufhalten wollte, aber das ist gar nicht so einfach. Dicht besiedelte und viel Privatgrund machen mir die Suche schwer, aber ich habe ein Plätzchen gefunden an dem zwar ausdrücklich Camping verboten ist aber gegen ein Stehenbleiben kann ja keiner was sagen.

       

    Nach einem Spatziergang mit Liz lege mich erst mal in die Sonne und schlafe 2 Stunden. Danach sieht die Welt gleich anders aus und ich fahre weiter Richtung Norden. Das beschauliche Hafenstädtchen Smögen soll mein Ziel sein, laut Dumont der Krabben Umschlagsplatz Nummer 1 an dieser Küste, aber auch hier keine Möglichkeit vernünftig zu stehen, aber nur 5 Km entfernt ist das kleine Städtchen Kunghamn an dem ich gleich mehrere schöne Plätze finde an dem ich mir einen netten im buzzigem Fischerhafen ausgesucht habe.

     

       

     

    Nach einem Abendessen und einem gemütlichen Ratsch mit Reisenden aus Ulm lege ich mich jetzt total kaputt ins Bett und werde morgen über die weitere Reise mir Gedanken machen.

     

    01.06.11

    Erst mal ausschlafen und ganz gemütlich Frühstücken. Langsam belebt sich das Städtchen und ich drehe eine Runde mit Liz, an einem Elektronikladen habe ich mir eine schwedische Handy-Karte gekauft, gegenüber ist ein ICE Skeppet (Supermarkt) dort habe ich mich mal umgeschaut und das ein oder andere mitgenommen. (Die normalen Lebensmittel liegen auch hier so wie unser) Gegen Mittag habe ich mich entschlossen noch ein Stück zu fahren. Der Küste entlang auf der Suche nach einem geeigneten Plätzchen habe ich dann wieder ein sehr schönes gefunden. Die Schilder

    weisen auf Sehenswürdigkeiten hin, dort ist meist auch ein kleiner Parkplatz der für heute mein zuhause sein soll.

     

    Nach einem Kaffe habe ich mein Zeug raus geräumt und mal langsam die Outdoor-Küche angeworfen.

    Was mich etwas irritiert hat, war das im Radio nur noch Norwegische Sender zu empfangen waren und die Karte sagt das ich nun nur noch 30Km von Norwegen entfernt bin.

    Somit ist die Reise Richtung Norden erst mal beendet und morgen geht es Richtung Osten zu den großen Seen. Erst mal der Vädernsee.

     

    02.06.11

    Heute bin ich am 3 größten See (Vädernsee) Europas angekommen, er ist 5 Mal so groß wie der Bodensee und wenn man aufs Wasser schaut, ist es als schaue man aufs Meer. Einen schönen Stellplatz fand ich auf einer Landzunge in der Nähe von Mellerud am Westufer.

     

     

    Am Abend habe ich noch ein paar Foto´s von mir gemacht

     

     

    und dann denn Sonnenuntergang genossen, das Bild entstand um 23:30Uhr so richtig dunkel wird es nur zwischen 1:00Uhr – 3:Uhr den Rest des Tages ist es hell.

    03.06.11

    Heute habe ich mich entschlossen ans Westufer zufahren. Nach langer Sucherei habe ich aber auch hier einen guten Platz gefunden. Ach ja das mit den Plätzen. Man(n) ist ja in die harte Schule von unserem Guide gegangen und somit ist nur ein 99% Platz ein guter Platz, aber den 100% habe ich noch nicht gefunden. Noch nicht!

    04.06.11

    Da das Wetter gar so gut ist (25Crad und kaum Wind) habe ich mich entschlossen einen Waschtag einzulegen und hier noch eine Weile stehen zu bleiben.

    Kent und Elisabeth heißt das Pärchen, das ich hier kennen gelernt habe, sie Campen in der nähe. Die sind beide um die 60 und sehr nett. Wir haben uns eine ganze Zeit unterhalten und sie haben mich zu Ihnen nach Hause, für nächste Woche eingeladen. Da er Jäger ist, müsste ich unbedingt mal Elchfleich probieren, mal sehen wie es Zeitlich hin haut. Sie wohnen am Vätternsee da das so meine Richtung ist stehen die Chancen gut, sie nochmals zu treffen und mal so einen Hirsch von hier zu probieren.

     

    05.06.11

    So gegen 10:30 Uhr, ging es heute zu dem zweit größten See von Schweden, der Vätternsee. Er ist kristallklar, sehr tief und wird von unterirdischen Quellen gespeist. Es wird erzählt, dass er sehr Fischreich sein soll und wirklich in dem kleinen Hafen in dem ich stehe kommen gerade 2  private Fischer mit ihrem Boot herein und haben 8 richtig große Lachse dabei.

     

    Ach ja noch was, ich war die Tage mal beim Tanken. Bei gefahrenen 2608Km und verbrauchten 573,8Litern ergibt das einen Durchschnitt von 22,00Litern/100Km

    06.06.11

    Auch heute hat es wieder mit dem Stellplatz und auch mit dem Wetter geklappt :-). Das Westufer bietet sogar Sandstrand hat fast was Karibisches, wie ich finde.

     

    08.06.11

    Nachdem ich nun 2 Tage gestanden bin, ist heute das Treffen mit Elisabeth und Kent angesagt. Von meinem Stellplatz aus ist das gerade mal 1 Stunde Fahrt und ich komme bei ihnen so gegen 11:00Uhr an.

    Die Begrüßung ist herzlich und wie trinken erst mal einen Kaffee.

     

     

    Die beiden geben sich richtig viel Mühe und Kent hat schon einen kleinen Plan zusammen gestellt was er mir alles zeigen möchte. Wir fahren ca. 40Km in ein absolut wunderbares Naturreservat und wandern um einen See herum.

    Nachdem wir wieder zuhause angekommen sind, wurde  Gegrillt und den nächsten Ausflug besprochen, da ich so noch Einkaufen muß, haben wir beschlossen nach Linköping zu fahren und erst mal die Stadt anzuschauen und danach in ein Einkaufcenter zu fahren.

     

     

     

    Nachdem wir das schöne Städtchen angeschaut und die Besorgungen erledigt haben fuhren wir zurück wo Elisabeth schon mit den Elch Köttbullar auf uns gewartet hat.  Die schmecken hervorragend und sind nicht mit denen aus dem großen Möbelhaus zu vergleichen.

    Das war es aber für heute noch nicht mit Elch. Kent hat mir erzählt dass im Winter die Elche bei ihm im Garten herum laufen, was ich natürlich für absolutes Jägerlatein gehalten und ihm nicht geglaubt habe. Kurz entschlossen da die Zeit genau richtig sei (22:30Uhr, Dämmerung) fuhren wir 20 min mit dem Auto in den Wald um Elche zu suchen. Zuerst hatten wir nur einen Fuchs und ein Reh gesehen.

    Doch dann hatten wir Glück, ein etwa 2 Jahre und 200Kg schwere Elchkuh stand auf einer kleinen Lichtung. Foto raus und los, mein erster Elch in freier Wildbahn. Kaum zu glauben keine 10Km von einem Dorf weg sahen wir sie.

     

    Sehr imposant ein so großes und auch sehr scheues Tier zu sehen. Zufrieden und glücklich fuhren wir zurück und ein sehr langer, anstrengender aber wunder schöner Tag ging zu Ende.

     

    09.06.11

    Beim Einkaufen habe ich eine Feststellung machen müssen, die mich fast umgehauen hat. Ein Päckchen Tabak 40g zum drehen kostet in Schweden 15€. Schock, aber auch für dieses Problem hat Kent eine Lösung. In Schweden kann man Rohtabak kaufen der sehr günstig ist 500g ca. 29€ und er hat mir gezeigt was alles nötig ist um daraus brauchbaren Tabak zu machen.

    Der Tabak ist in 3 Päckchen verpackt in die ein Aroma/Wasser gemisch eingespritzt wird, danach lässt man es eine Weile durchziehen und dann wird das ganze mit einer Schneidemaschine zu Feinschnitttabak geschnitten. Über Nacht trocknen lassen und der Tabak ist fertig.

     

       

    Gegen Nachmittag fuhren wir dann nach Gränna, der Ort ist für seine kleinen aus dem 17Jh. stammenden Häuser bekannt in denen sich Zuckerbäcker niedergelassen haben. Leider ist das Wetter nicht so schön und wir drehen nur eine kleine Runde.

     

    In der Nähe steht ein kleines Dorf, dort stehen Häuser aus dem 16Jh. in die wir einen Blick geworfen haben.

       

    Am Abend setzen wir uns noch gemütlich zusammen und reden wieder bis spät in die Nacht.

     

    10.06.11

    Heute heißt es Abschiednehmen von Kent und Elisabeth. Es waren wirklich 2 fantastisch schöne Tage an denen ich sehr fiel über Land und Leute gelernt habe. Die zwei haben mich so herzlich aufgenommen, ich hatte einwenig das Gefühl zur Familie zu gehören und an dieser Stelle möchte ich mich nochmals für alles bedanken!!

    Ich habe mir Heute eine recht lange Strecke vorgenommen von Hobo am Vätternsee bis nach Oxelösund das an der Ostseeküste von Schweden liegt. Der E4 folgend über Huskvarna, Linköping, Norrköping und Nyköping waren es ca. 300Km. Mittagspause habe ich am 390Km langen Götakanal verbracht der von Stockholm bis nach Göteborg verläuft. Den unterschied vom Vättersee zur Ostsee überwindet er mit 58 Schleusen.

       

    Nach der üblichen Sucherei habe ich wieder einen sehr schönen Nachtplatz gefunden und öffnete mein Abkommensbier nach einem anstrengenden und langen Tag. Hier bleibe ich jetzt erst mal 2 Tage und lege mich bei sehr angenehmem Wetter in die Sonne.

    12.06.11

    Nun ist es soweit und ich fahre die 106Km nach Stockholm. Da ich kein Großstadtfan bin, war ich angenehm überrascht dass es hier so gut und einfach läuft und das Wetter spielt auch richtig mit.

    12.06.11

    Nun ist es soweit und ich fahre die 106Km nach Stockholm. Da ich kein Großstadtfan bin, war ich angenehm überrascht dass es hier so gut und einfach läuft und das Wetter spielt auch richtig mit.

    Nachdem ich angekommen bin habe ich mich mit Bernd (Günters Sohn, der in Stockholm lebt) zusammen telefoniert und wir haben uns bei ihm auf einen Kaffee getroffen. Anschließend hat er mich in die Stadt begleitet und ich habe noch ein paar Einkäufe erledigt können. Am Camping Platz eingetroffen habe ich Caro und Tom aus München kennen gelernt

     

    und wir haben am nächsten Tag Stockholm per Rad erkundet. Ich muß sagen Stockholm ist eine fantastische Stadt und mit dem Fahrrad ist echt alles schnell und super zu erreichen.

    In der Innenstadt die aus 14 Inseln besteht und gerade mal 766000 Einwohner hat, ist ein unverwechselbarer Charme, viele Parks, schöne alte Gebäude und Sehenswürdigkeiten.

    Wir Besuchten das Stadthuset (altes Rathaus) mit seinem 106 Meter hohen Turm der eine unbeschreibliche Aussicht bieten soll, ja soll, denn man darf nur in geführten Touren nach oben gehen und die sind bis weit in den Tag ausgebucht. Schade

      

     

    Nach einem leckeren Kaffee haben wir uns dann auf den Weg zum Vasa-Museum gemacht.

     

    Die Vasa ist ein Schiff das kurz nach seines auslaufen gesunken ist und aus dem Jahre 1628 stammt. Sie wurde 1961 geborgen und 17 Jahre wieder renoviert und aufgebaut. Es heißt die aufwendigen Aufbauten und letztlich das zu viele Gewicht haben das Kriegsschiff zum untergehen gebracht.

     

       

    Nach einer kurzen Fahrt mit dem Rad war ich in 15min wieder am Campingplatz wo Liz schon sehnsüchtig gewartet hat. Nach einem langen Spatziergang habe ich den Grill angeworfen, gegessen, geduscht und nach einem sehr schönen aber auch anstrengenden Tag bin ich früh ins Bett.

     

    14.06.11

    Nach einem Ausgiebigen Frühstück, machten Caro und Tom mit dem Kajak eine Stadt-Tour und ich lernte unseren neuen Nachbarn Kathi und Floh kennen. (Flohkathi) hihi

     

    Ich machte einen großen Spatziergang mit Liz durch die Innenstadt und Parks. Auf dem Rückweg nahm ich wieder unsere Brücke und wie man sieht sind immer noch jede Menge Hymerristen da.

    Gegen Nachmittag haben wir uns alle wieder am Campingplatz getroffen und beschlossen ein gemeinsames Abendessen zu machen und wir haben uns auf Köttbullar mit neuen Kartoffeln und Preiselbeeren geeinigt. Floh, Kathi und ich sind zum einkaufen gefahren und haben alles nötige besorgt. Das leckere Essen haben wir uns mit Rotwein und anderen Getränken schmecken lassen.

     

    Gegen später kam dann noch Bern vorbei und wir hatten einen super gemütlichen und witzigen Abend.

    15.06.11

    Nach 3 Übernachtungen in Stockholm habe ich mich entschieden weiter zu fahren, aber ich muß an dieser Stelle betonen das es eine klasse und sehr schöne Stadt ist und ich nicht gedacht habe das ich es so lange in der “Großstadt“ aushalte. Ich habe es am nächsten Morgen sehr gemütlich angehen lassen, Abwasser und Toilette entleeren und das Frischwasser auffüllen. Caro und Tom haben sich entschlossen noch eine Weile mit zu fahren und so ging es gegen Mittag Richtung Gävle das ca. 200Km nördlich von Stockholm liegt. Auf halber Strecke in Uppsala haben wir noch einen Großeinkauf hinter uns gebracht und haben uns dann kurz vor Gävle einen sehr schönen Stellplatz an einem See gestellt.

     

    Den Abend haben wir an einem Lagerfeuer ausklingen lassen.

    16.06.11

    Mal wieder ein schöner sonniger Tag bei 25 Krad, aber der Wetterbericht meldet für die kommenden Tage Regen, also noch mal das gute Wetter an dem echt sehr schönen Platz ausnutzen.

     

     

    Gegen Mittag haben wir die Boote ausgepackt und sind dann damit auf Erkundungstour gegangen. Liz allerdings lies sich nicht zu diesem Vergnügen überreden.

     

     

    Am Abend haben wir ein Feuer gemacht und den Abend ganz gemütlich ausklingen lassen.

     

    Pünktlich um Mitternacht lies sich dann der Vollmond blicken, ein sehr beeindruckendes Schauspiel.

    17.06.11

    Heute ist das Wetter wie voraus gesagt nicht gut und ich habe am LKW die üblichen kleinen Kontrollen und Servicearbeiten erledigt. Gegen Mittag dann eine Fahrradtour mit Liz, später habe ich dann die Angeln ausgepackt und nur mini Fische gefangen.

    18.06.11

    Nach sehr gemütlichem Frühstück und zusammenpacken bin ich weiter der E4 folgend Richtung Norden unterwegs. Am Abend habe ich einen Campingplatz angefahren um alles zu entleeren und aufzufrischen und deren Internet zu nutzen, dass die Homepage mal wieder aktuell ist.

     

    19.06.11

    Caro und Tom haben sich entschieden gegen Westen nach Norwegen zu fahren. Ich folge noch ein Stück der E4 und biege dann auch ins Landesinnere ab, dort haben mich Kathi und Floh zum Lachsessen eingeladen, denn sie am Mittag gefangen haben. Ein kapitaler Bursche 3,2 Kg der am Abend auf dem Grill landet. Er hat wirklich super lecker geschmeckt.

     

    Das Wetter ist leider nicht mehr so gut wie in den letzten Tagen, aber die Helligkeit ist der Hammer. Nachts um 1:00 Uhr kann man noch ohne Licht anzumachen im Bett ein Buch lesen, krass echt krass.

     

     

    20.06.11

    Heute geht es zurück auf die E4 aber erst müssen 30Km auf Schotterpiste zurück gelegt werden, da es die ganze Nacht geregnet hat ein rissen Spaß, jetzt schaut die Karre richtig Offroad aus. Kathi und Floh im T5 finden es glaube ich nicht ganz so spaßig wie ich. Nach ca. 190Km ist ein Nachtlager gefunden und der kurze Check auf der Karte verrät, dass es immer noch ca. 2300Km zum Nordkap sind. Allerdings ist in der Strecke ein Abstecher nach Finnland zum tanken geplant, danach geht es auf die Lofoten und dann zum nördlichste Punkt von Europa.

     

    21.06.11

    Das Wetter lässt die letzten Tage etwas zu wünschen übrig, Regen, Regen und nochmals Regen bei gerade mal 11 Crad. Heute ging es weiter der E4 folgend  Richtung Norden. Gegen Mittag haben wir einen Stop eingelegt und eine ca. 1h Wanderung gemacht, nachdem wieder alle trocken waren, fuhren wir noch ein Stück nach Pitea. Heute ist Mittsommer aber leider bekommt man nicht allzu viel mit da der Himmel bewölkt ist. Aber die feiern für Mittsommer sind erst am Freitagabend und hoffentlich ist da dann das Wetter wider etwas besser.

     

    22.06.11

    Nach einem sehr gemütlichen Morgen, war die Tagesetappe mit 79Km genau so gemütlich ins Städtchen Gammelstaden ein Dorf das mit 450 Häuschen eine KyrkStad ist und von der Unesco als Weltkulturerbe klassifiziert wurde. Das Wetter hat sich gebessert und so beschloss ich erst mal hier zubleiben.

    An dem schönen Parkplatz der Stadt angekommen machte ich erst mal Rast und kontrollierte alles auch das Wasser, was keine oder auch eine gute Idee war. Wasserschaden!! Mal wieder läuft das Wasser im Koffer spazieren.  Sch…… ich kann nichts finden alle Leitungen und Verschraubungen sind dicht. Ich kann mir nur denken das, das Wasser an den Durchgehenden Schrauben von den Stauboxen ins innere kommt. Also Kotflügel und die Staubox abgeschraubt. Ich mache unter jede Bohrung eine Sika-Naht und hoffe dass der Fehler somit behoben ist. Floh unterstützt mich bei der Aktion und nach getaner Arbeit haben wir gegessen. Nun wird es aber Zeit um das Städtchen anzuschauen und wir stellen fest das es schon 23:00Uhr ist, aber egal es ist ja eh hell, sogar die Sonne scheint noch. Wir folgten der Musik die wir hörten und fanden ein kleines Fest mit Live-Musik, dort blieben wir eine weile. Die folgenden Bilder entstanden zwischen 23:00Uhr und 0:30Uhr Wahnsinn!

       

       

     

     

     

    23.06.11

    Am nächsten Morgen sind wir nach Kalix gefahren und haben uns an der Touristen-Information erkundigt was so an dem Vielbesagten Mittsommerwochenende so los ist. Aber in Kalix selber war nur am Sa. Abend eine Disco-Veranstaltung und die eigentlichen Mittsommerfeste sind außerhalb in den kleinen Dörfern. Da es in und um Kalix keine oder nur sehr teure Stellplätze gab haben wir uns entschieden noch ein Stück weiterzufahren und sind in Batskärsnäs gelandet und haben einen super Stellplatz in einem keinen Hafen gefunden.

     

    Eine Feuerstelle, ein Angelsteg und Wasseranschluss, was will man mehr. Hier werden wir bis zum Sonntag stehen bleiben und uns das Mittsommernachtsfest am 24.06. im Dorf anschauen. Es ähnelt eher einem Kinderfest und wir genießen Kaffee und selbstgemachtes Gebäck. Am Abend ist im 4 Km entfernten Campingplatz eine Veranstaltung mit Tanz und wir haben jede Menge Spaß. Die Schweden lassen es krachen, vor allem mit Alkohol und es gleicht einem Massenbesäufnis. Ich kann den ganzen Rummel um das Mittsommerfest nicht wirklich nachvollziehen, ich war etwas enttäuscht.   

    25.06.11

    Heute habe ich nochmals die Türen und Klappen nachgearbeitet und diese Stellen mit Lack aus dem Baumarkt angestrichen. Danach war Großputz angesagt der auch irgendwie nötig war. Mit dem Wetter haben wir seit Tagen wieder echtes Glück und die Sonne lacht den ganzen Tag und die ganze Nacht. Bei meinen Nachbarn war heute Waschtag aber von sich selber.

    Nachdem wir etwas gegessen haben, war jeder recht platt, die ständige Helligkeit macht einem sehr zu schaffen und ich habe die nächsten Tagesetappen geplant, geduscht und dann geschlafen.

    26.06.11

    Nach ca. 60Km vom Stellplatz ging es für einen Abstecher nach Finnland.

    Finnland habe ich zum  relativ günstig (1,38€/Liter in Schweden zurzeit 1,58€/Liter) tanken genutzt. Es sind nun 4606Km, die ich zurück gelegt habe und 1052Liter verbraucht, macht einen Schnitt von 22,85Liter/100Km.  Eine weitere Besonderheit war, das ich den 66°30’ Breitengrad überschritt, den Polarkreis und wie in den letzten Tagen war uns das Wetter gut gesinnt, 22,4°C und Sonne.

     

     

    Hier habe ich mich von Kathi und Floh verabschiedet, die direkt zum Nordkap fahren. Zum Abschied hat mir Kathi noch eine Mütze gestrickt für die ich mich nochmals bedanke. Mein Weg geht nach ca. 100Km Finnland in Pello wieder zurück nach Schweden und die Fahrtrichtung wird nun westlich sein, Richtung Norwegen auf die Lofoten. Nach ein paar Kilometer sehr gerader Straße in Schweden dann das.

     

    Ein Rehntier grast ganz gemütlich am Straßenrand. Der heutige Stellplatz liegt am Grenzfluss Torneälven, der zwischen Schweden und Finnland fließt, von hier aus sind die Lofoten noch 611Km entfernt.

     

    27.06.11

    Heute ging die Fahrt von Pajala nach Kiruna die mit 23000 Einwohnern aber 20000Km² (halb so groß wie die Niederlande) einer der größten Gemeinden der ganzen Welt ist, quer durch Lappland. Auf dieser Tagesetappe ist der Nationalpark Masugnsbyn der einige Besonderheiten bietet, zum einen das er am Fluß Torneälv entlang führt einer der drei einzigen Flüsse in Schweden, die noch ihr natürlichen Flusslauf haben (sehr gutes Lachsgewässer, gestern habe ich einen Angler gesprochen und er hat mir einen 16Kg Lachs gezeigt, den er gefangen hat), zum anderen das hier die aus dem Jahre 1642 nördlichste Eisenschmelze Europas zusehen ist.

     

     

    Wenn man ein Stück weitergeht kommt ein sehr schön angelegter Pfad zu einer Schlucht, die ich  mit Liz entlang gegangen bin.

     

    Auf halben Weg kann man unzählige Treppen hinunter gehen und kommt in ein Sumpfgebiet mit sattem Grün.

    Unglaublich wie abwechslungsreich die Landschaft Lapplands ist. Ach ja, bis jetzt hat sich die Geschichte mit den Mücken in Grenzen gehalten, aber hier in den Sumpfgebieten ist es was anderes, da gibt es schon die ein oder andere. Kurz vor Kiruna habe ich einen netten Stellplatz gefunden an dem ich heute bleiben werde.

    Ich habe im Touristen Büro angerufen und mir einen Platz für die morgige fahrt in die größte Untertagegrube der Welt gebucht. Es geht 370 Meter tief unter die Erde. Die Grube ist heute noch aktiv und lukrativ, denn entwischen werden neben dem Erz in der Grube japanische Shiitake Pilze gezüchtet und sehr gewinnbringend verkauft.

     

    28.06.2011

    Gesagt, getan, um 7:00Uhr klingelt der Wecker. Frühstücken und mit dem Hundle raus, um 8:00Uhr ist abfahrt in das 15Km entfernte Kiruna. Ich habe mein Ticket per Karte bezahlt und los ging es mit dem Bus zum Stollen. Es ist alles unvorstellbar groß und wir fahren 371m unter die Erde. Die Staatliche Grubenbaugesellschaft LKAB hat dort in einem Stillgelegten Schacht ein Besucherzentrum eingerichtet das wirklich sehr interessant ist. Zuerst gibt es Sicherheitsanweisungen und für jeden einen Helm.

      

     

    Danach geht es in ein Museum, das zeigt wie die Leute vor über 100Jahren gearbeitet haben.

    Der folgende Steinbrocken ist nicht sonderlich groß aber durch seine dichte Masse sehr schwer, 2800Kg. Das Gestein hat einen Eisenanteil von 70%, nur einmal auf der Welt wurde ein höherer Anteil von 72% in einem Bergwerk gemessen.

     

    Eine weitere Besonderheit ist das, das Eisenerz magnetisch ist und das nicht nur ein wenig, ich habe ein paar Brocken mit genommen und man kann die Steine ohne Probleme an Eisen anheften. Das Eisenerz wird zerkleinert und in Granulatform auf Eisenbahn und Schiffe verladen und in die ganze Welt verkauft.

     

    Dann noch ein Film, der von Anfang bis heute die ganze Sache noch mal erklärt und die 15 min gehen vorbei wie im Flug. Anschließend kommt man in einen Seitengang wo die Maschinen, die zum Abbau benötigt werden ausgestellt sind.

     

    Es werden täglich 80.000Tonnen zutage gefördert.

    Ein Künstler macht aus den Bohrkernen wenn sie poliert sind Motive, wie unsere deutschsprechende Dame vom Fach erklärt.

    Anhand des folgenden Bildes möchte ich versuchen zu erklären wie das hier im Stollen funktioniert.

    Auf der rechten Seite sieht man die Tiefenskala (zurzeit 1175m) und dann die Stollen, der Teil in dem sich die Stollen sich befinden ist fest. Das gräuliche ist die Eisenerzader (4500m lang und 80m breit) Probebohrungen haben ergeben, das sie mindestens 3000m tief ist.

    So nun wird es etwas kompliziert, der linke Teil ist lose und rutscht wenn das Erz gefördert ist kontrolliert nach, eigentlich nichts schlimmes, aber auf dem Abrutschenden Teil steht die Stadt Kiruna. Die ganze Stadt muß früher oder später umgesiedelt werden, wenn die Förderung des Eisenerzes weitergehen soll. Nach ca. 3 Stunden habe ich wieder das Sonnenlicht erblickt und ich bin zurück zum Stellplatz von letzter Nacht gefahren, an dem ich heute auch stehen bleiben werde.

    29.06.11

    Nach den üblichen Morgenritualen, bin ich nach Kiruna zum einkaufen gefahren und habe mich um ein neues Plätzchen (das alte ist 10Km außerhalb) zum stehen umgesehen, da am Wochenende auf dem Stadtplatz eine art Festival sein soll. Aber ich könnte nichts aber auch gar nichts finden, also habe ich mich entschieden in den 150Km entfernten Nationalpark Abisko zu fahren und habe mich auch schon mächtig darauf gefreut. Die Fahrt verlief gut, aber die Landschaft ändert sich drastisch, es wird bergiger und auf den umliegenden Gipfeln liegt noch Schnee.

     

    An der Information des Parks angekommen habe ich mich informiert was alles in dem Naturreservat zu sehen ist und es hat mir gut gefallen. Wie z.B. die Bergbahn auf den 1169m hohen Njulla, Wasserfälle und weis nicht was alles. Aber dann kam der Hacken, ich könne auf keinen Fall hier stehen bleiben und Camping gibt es auch nicht ich müsse ein Zimmer nehmen und das geht mit Liz nicht. Einzige Möglichkeit, außerhalb vom Park zu Campen und Täglich auf den Parkplatz zu fahren und Touren zu machen. Hört sich ja noch einigermaßen akzeptabel an, aber irgend so ein Hirsch von Architekt hat die Brücke unter der man zum Parkplatz kommt nur 3,50m hoch gemacht und somit fällt auch diese Option flach.

    Ich habe mir erst mal außerhalb einen Stellplatz gesucht und mit Liz einen großen Spatziergang gemacht und dort die Natur genossen, die mit einer bizarren Schönheit auf mich gewartet hat.

     

    Ich werde es morgen Wetterabhängig machen ob ich denen, den Karren noch mal vor die Tür stelle und doch eine Wander-Tour mache.

    30.06.11

    Das Wetter ist heute nicht der Renner, es ist zwar von oben trocken aber auch sehr neblig und bewölkt. Da mir der gar nicht freundliche Ranger zu verstehen gab, das ich keinen Hund mit in das Naturreservat nehmen dürfe, habe ich mich entschieden ein paar Kilometer weiter nach Katterjakk zu fahren. Dort habe ich an der Liftstation geparkt und bin zu Fuß auf den Berg ohne Namen gewandert. Die Schneeschmelze ist dort noch voll im gang, ja Schnee hatten wir noch jede Menge. Der Ausblick war durch das trübe Wetter nicht so atemberaubend und an der Bergstation standen wir dann in den Wolken, das man die Hand vor den Augen nicht mehr gesehen hat. Nach ca. 2,5 Stunden waren wir wieder am RED und habe