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    23.03.12

    Nach einer ruhigen Nacht, fahre ich mit dem Rad die ca. 1,5KM nach Gibraltar, sehe mich ein wenig in der Fußgängerzone um und kaufe Steuerfrei ein. Kurz nachdem ich am LKW zurück bin, sagt mein Nachbar, den ich schon aus Tarifa kenne, er gehe ins Schwimmbad. Da schließe ich mich an und dusche erst mal ausgiebig, dann noch ein paar Bahnen gezogen, wieder Steuerfrei eingekauft und zurück ans Auto. Es ist so ein wenig ein Schock, das saubere und geordnete Gibraltar zu sehen wenn man nach einem viertel Jahr aus Marokko zurück kommt. 

    24.03.12

    Heute habe ich mich auf den Weg gemacht und bin die 60Km nach Tarifa gefahren. Aber die Vorfreude war größer als das was mich dort erwartet hat. Das ganze Stadtgebiet ist nun Verbotszone für Camper, Landebahn und Punta wurden von der Polizei geräumt, somit blieb mir erst mal nur die Schweinewiese als Standort. Dort traf ich auch viele Bekannte mit denen ausgiebig geratscht wurde. Dabei erfahre ich auch, dass wohl sehr viele tote Hunde gefunden wurden, also gehe ich davon aus, dass eine Säuberungsaktion für die bevorstehenden Ferien gemacht wurde, so eine unglaubliche scheiße!!!!!! Somit bleibt Liz an der Leine und ich werde noch mehr als sonst aufpassen müssen.

    25.03.12

    Seit ein paar tagen habe ich festgestellt, das mein Drehzahlmesser nicht mehr arbeitet, also Fehlersuche. Der Fehler ist bald gefunden, da die Lima auch keinen Strom mehr abgibt, wahrscheinlich der Regler hinüber. Erst mal die Starterbatterien über das 24V Ladegerät laden, sie haben zwar noch 25,8V sicher ist aber sicher. Erst wollte ich die Lima ausbauen und zu einem Reparatur-Fuzzi fahren aber das geht nicht, denn der Antriebsriemen liegt hinter denen vom Luftkompressor, das bedeutet wenn ich sie ausbaue kann ich nicht mehr fahren.

    Das Laden der Starterbatterien ist kein Problem, ich werde die Tage ohne Hektik mal nach Puerto de Santa Maria fahren und sie Vorort, reparieren lassen.

    26.03.12

    Ein weiterer sehr windiger Tag mit Windgeschwindigkeiten von 75 Km/h lässt es kaum zu sich draußen aufzuhalten. Ich bespreche mit Dirk (der schon seit acht Jahren hier wohnt) morgen Richtung Norden zu fahren. Los Canos de Meca soll das Tagesziel sein, bevor es nach Puerto de Santa Maria geht. Dort soll der Wind nicht ganz so stark sein und die Werkstatt für die Lima liegt auch dort.

    27.03.12

    Um 11:00Uhr starten wir, die 55Km sind schnell bewältigt und wir finden einen schönen Platz direkt am Meer in Los Canos. Der Wind ist auch nicht mehr so stark und die Temperaturen noch um 4C° höher als in Tarifa.

     

    28.03.12

    Nach einem entspannten und ausgiebigen Frühstück in Vejer für 3,20€, ging es die 60Km nach El Puerto de Santa Maria. Dort fuhren wir in eine Werkstatt und ließen nach meiner Lichtmaschine schauen. Der Mechaniker konnte keinen wirklichen Fehler finden und hat auch keine Ersatzteile da, auch der Preis den er für die Reparatur veranschlagt, lässt mich die Entscheidung treffen, in Deutschland einen neue zu bestellen. Also telefoniere ich mit der Firma, bei der ich die LiMa damals bestellt habe und nach einigem hin und her kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner. Ich werde ihm am Abend, wenn ich Internet gefunden habe, das Geld überweißen und ihm eine Mail mit der Anschrift und dem Screen Shot der Onlineüberweißung schicken. Er meinte er werde die LiMa mit UPS verschicken und sie müsste am Montag bei mir in Puerto sein. OK, das wäre ja schon mal was, die andere Frage ist ob dass auch alles so klappt, mal sehen. Danach ging es noch zum Einkaufen die Lebensmittel aufstocken und dann zum Hafen/Strand auf den schönen Parkplatz der die Tage jetzt mein zuhause sein wird.

    Nach dem Abendessen gingen Dirk und ich bepackt mit Laptop in die Stadt um ein Lokal mit WiFi zu suchen. Nachdem die ganze Geschichte mit der LiMa erst mal erledigt ist, ließen wir den Abend bei Flamenco-Live-Musik ausklingen.

     

    29.03.12

    Heute kam das Hundle nicht zu kurz, lange und viele Spatziergänge um die nähere Umgebung zu erkunden und es gab einiges zu entdecken vor allem für Liz.

     

    Ich habe zudem festgestellt, dass die Stadt Puerto eine Internetverbindung anbietet die kostenfrei ist, allerdings leider auch langsam, aber besser als gar kein Internet, oder dafür zu bezahlen.

    30.03.12

    Heute steht es mit dem Wetter nicht zum Besten, es ist bewölkt und immer wieder tröpfelt es. Am Mittag geht es erst mal ins Einkaufszentrum und danach habe ich bei der Firma angerufen, die mir die LiMa schicken soll und siehe da, Sendungsverfolgungsnummer!!!! Das Teil ist raus und soll am Dienstag 03.04.12 hier ankommen. :-)

     

    31.03.12 - 02.04.12

    Somit heißt es erst mal warten, bis die Lima da ist.

    Das Osterfest wird hier extrem gefeiert und es ist von Donnerstag bis Montag Feiertag und somit Ausnahmezustand. Somit habe ich mich erst mal dick mit Lebensmittel eingedeckt so wie anderen 80.000 Einwohner auch, unglaublich was da los war. Die ganzen Tage werden endlose kirchliche Märsche abgehalten, in dem die Leute mit Kapuzen wie von Kuck-Kucks Clan und Kerzen durch die Stadt ziehen. Immer wieder spielen Kapellen und am Ende wird eine Trage mit einer drei Meter hohen Madonna-Figur durch geschleppt. Das ganze dauert bis 22:00Uhr und wird von den Einheimischen und Touristen zahlreich besucht. Die Tage nach den Märschen hört sich der Straßenverkehr an wie in einem Hollywood Film, die reifen quietschen durch das Wachs auf den Straßen.

    03.04.12 - 04.04.12

    Immer  wieder habe ich die Internetseite von dem Paktdienst aufgerufen um zu sehen wo mein Päckchen ist, aber es sind keine aktuellen Eintragungen ersichtlich. Dirk meint nur wir sind in Spanien und das sei normal. Am Dienstagnachmittag ein neuer Eintrag, das Päckchen wurde angenommen, zwar nicht von Dirks Exfrau, sondern von einem uns allen unbekanntem Namen.

    Ich muß erwähnen in Spanien ist es üblich, auch eine Telefonnummer auf das Paket zu schreiben, dann kann der Postbote anrufen und einen Termin ausmachen.

    Der hat dann auch angerufen und gesagt er hätte das Päckchen an einem Sammelpunkt abgegeben, an dem es am Abend abgeholt werden könne. Wahrscheinlich hatte er einfach keine Lust es zu zustellen. Aber egal am Abend nach einiger Sucherei habe ich dann meine Lima in Empfang nehmen können. Sichtkontrolle, alles OK und sie scheint zu passen. Gleich am nächsten Morgen habe ich die alte ausgebaut und die benötigten Teile, wie die Riemenscheibe u.s.w. übernommen. Der Einbau stellte sich als äußerst einfach heraus und die neue Lichtmaschine  war in ca. einer Stunde eingebaut und getestet.

     

    05.04.12 – 09.04.12

    Die nächsten Tage immer wieder das gleiche Programm. Morgens um 13:00Uhr Aufstehen und Frühstücken. Lange Spatziergänge mit dem Hundle und wie es sich gehört für Spanien am Nachmittag Siesta.

    Da, El Puerto de Santa Maria ein sehr nettes Örtchen ist und nach der langen Durststrecke in Marokko, da wo Nachtleben unbekannt ist, haben Dirk und ich uns ein wenig unters Volk gemischt und die Tabas-Bars besucht. Es hat sich so eine Art Stammkneipe entwickelt an dem wir die Abende ausklingen ließen.

    10.04.12

    Nach langem Hin und Her überlegen, habe ich aber den Entschluss gefasst erst mal ein Stück weiter zu fahren. Das nächste Ziel soll Gelves (ausgesprochen, Helves) sein. Es liegt ca. 6Km von Sevilla entfernt und bietet in der Marina einen Stellplatz, der sehr schön ist.

    11.04.12

    Zu meinem großen Glück haben die hier auch Waschmaschinen und zwar wieder die 9Kg Monster wie schon in Budapest und einen Trockner der genau so groß ist. Es werden aber trotzdem drei Maschinen Wäsche bis wieder alles sauber ist.

     

    Zwischen den Waschaktionen erkunde ich mit Liz erst mal ein wenig die Gegend die viel herzugeben scheint.

    Am Abend bin ich noch nach Sevilla gefahren und habe mich ein wenig umgesehen. Obwohl es eine große Stadt ist fühle ich mich auf Anhieb wohl und entdecke an einer Straßenecke das, ein Hamburger und HotDog Automaten, tzzzzzz.

    Dank der Führung von Amelia, die sich in Sevilla super auskennt, entdecke ich sehr schöne Ecken an die ich wahrscheinlich sonst nie hingekommen wäre, immerhin ist Sevilla eine Millionenmetropole. In einer kleinen Bar essen wir Tabas die wirklich Hammer gut schmecken bevor es wieder zurück zum LKW geht.

      

     

     

     

     

     

    12.04.12-15.04.12

    Die nächsten Tage habe ich das Wetter mit angenehmen Temperaturen genossen auch das Fahrrad kam mal wieder zum Einsatz für Erkundungstouren, in und um Gelves. Die Wohn-Kabine mal wieder auf Hochglanz gebracht, sowie die Vorräte aufgestockt. Haare (zumindest der Rest) geschnitten und die Annehmlichkeit der großen und super Duschen genutzt, Toilette geleert und Wasser aufgefüllt. Dann kam Liz zum Einsatz, sie musste Ersatz-Mama spielen und ich glaube es hat ihr nicht wirklich gut gefallen und die kleine Mora musste durch eine harte Schule, aber beide haben es überlebt und sind wohl auf. Wobei, wenn ich ehrlich bin, habe ich schon immer wieder etwas Muffe um die kleine gehabt.

     

    16.04.12-18.04.12

    Ich habe mich entschlossen, bevor ich nach Portugal fahre, erst nochmals in Puerto de Santa Maria vorbei zuschauen. Keine Ahnung warum, da ich ja kein großes Sprachtalent bin, aber ich habe mir in den Kopf gesetzt Spanisch lernen zu wollen. Ich habe auch zwei Opfer gefunden, die sich das antun möchten, zu einem Dirk und zum anderen Amelia.

    Da die Erkältung die mich nun mehr als zwei Wochen heimsucht, langsam besser wird, wird auch wieder etwas mehr Sport getrieben. Also ab aufs Rad und die ca. 11Km in die Stadtmitte geradelt um ein paar Dinge beim Chinesen-Laden zukaufen, auf dem Rückweg hatte ich mächtig Gegenwind und war ziemlich platt als ich wieder am LKW ankam. Den Rest der Tage werden (ich glaube kaum dass ich das schreibe) Vokabeln gelernt. Unglaublich.

    19.04.12

    Heute war es dann mal wieder soweit, ich bin gerade aus der Stadt

    mit dem Rad zum LKW gekommen und wer steht da, Jup meine Freunde von der Polizei. Also wieder das gleiche Spiel wie immer, Pass und Fahrzeugpapiere, bla bla bla und wenn ich nicht wegfahre bekomme ich einen Strafzettel von 300€. Tja was will man(n) machen, also alles wieder zusammen gepackt und auf einen 6Km entfernten Platz gefahren.

    20.04.12

    Am Morgen bin ich bei Zeit aufgestanden, nicht das es so geplant war, aber mein Wecker zeigte 11:38Uhr an und ich dachte jetzt wird es aber Zeit. Leider spinnt der Wecker immer wieder und es war erst 8:38Uhr. Aber wenn ich schon mal bei Zeit auf bin nutze ich den Tag und fahre nach dem Frühstück zu einem großen Sportwarenladen und decke mich mit einigem Zeug für das Fahrrad ein. Ein neuer Lenker, Griffe, Hörner und ein Tachometer, leider bekomme ich keine längere Sattelstütze. Zurück am LKW verbaue ich die Teile und es ist schon eine wesendlich bessere Sitzposition als vorher.

     

    Gegen Abend habe ich mein ganzes Geraffel zusammen gepackt und mich auf den Weg nach Zahora, das bei Los Canos de Meca liegt gemacht. Dort konnte ich aber nicht stehen, da die Straßen so eng sind und die Elektrischen-Oberleitungen auf ca. 2,3Meter hängen. Also umdrehen, was nicht wirklich einfach war, und zurück nach Canos de Meca. Dort finde ich auf dem Parkplatz, an dem ich schon vor ein paar Wochen gestanden bin einen ruhigen und angenehmen Platz.

    21.04.12 – 22.04.12

    Am Wochenende verbringe ich die Zeit an den Stränden um Canos und Zahora, sie sind wunderschön und um die Zeit Menschenleer ein echter Genuss Strandspatziergänge und Sonnenbäder zu nehmen.

    Am Ende des Strandes in Zahora entdecke ich eine schöne Bar, an der es sich wirklich gut aushalten lässt und zum Kaffeetrinken und verweilen einlädt.

    Hier lasse ich die Seele baumeln und stöbere ein wenig in meinem Vokabelbüchlein, das ich angelegt habe. Die Tage vergehen wie im Fluge und ich habe gar nicht bemerkt das, das letzte Update der Homepage schon fast einen Monat her ist.

    23.04.12

    Den heutigen Tag widme ich der Gestaltung der Homepage. Bilder müssen sortiert, verkleinert und beschriftet, der Text der vergangenen Tage zusammengestellt und ein Platz an dem es Internet gibt, gefunden werden. Das letzte erledige ich am Nachmittag mit dem Fahrrad und nach kurzer Suche werde ich in der ca. 1,5Km entfernten Bar Dunas fündig,

    in der ich die Tage die Homepage aktualisieren werde. Nicht wirklich der schlechteste Platz um zu „arbeiten“.

    24.04.12 – 26.04.12

    Die nächsten Tage verbringe ich in Canos de Meca, in der Dunas Bar habe ich nachgefragt, ob es möglich sei auf dem Parkplatz stehen zu können und es wurde erlaubt. Klasse, einen Stellplatz mit Internet und alles drum und dran. Ich widme einige Zeit dem Wohnkoffer der immer noch nicht vollständig vom Staub der Wüste befeit ist. Viele Ausflüge mit dem Hundle zum Strand und zum Leuchtturm.

    Auszug aus Wikipedia: (Berühmt geworden ist das Kap durch die Schlacht von Trafalgar am 21. Oktober 1805, bei der die britische Flotte unter Admiral Nelson die vereinigte spanisch-französische Flotte vernichtete und Nelson den Tod fand. Im Gedenken an dieses Ereignis wurde der Trafalgar Square in London benannt).

     

     

    26.04.12

    Die Putzaktion geht weiter, vielleicht werde ich den Kampf gegen Sand und Staub verlieren, aber ich gebe nicht auf. Nach ein paar Stündchen sieht es so aus als hätte ich gewonnen. Am frühen Abend mache ich noch eine kleine Radtour ins bergige Hinterland, es erwarten mich wunderschöne Pinienwälder in denen es nicht so warm ist. Nach ca. 1,5 Stunden komme ich wieder am LKW an, verschwitzt und fertig.

    27.04.12 – 29.04.12

    Das Wochenende verbrachte ich mit Amelia in Canos und in Conil, das nicht weit entfernt ist. Das Wetter ist durchwachsen aber warm und lädt zu Spatziergängen am Strand ein.

     

    Hier noch mehr Bilder vom Strand in Conil -KLICK – (Wie man im Album sehen kann lagen am Strand viele so blaue, keine Ahnung was das ist, rum. Wenn jemand die Dinger kennt, bitte mal Info schicken, Danke)

    Am Sonntagabend machte ich mich in das 30Km entfernte Chiclana auf um Dirk zu treffen dort hatten wir einen sehr gemütlichen Abend mit Vino Tinto.

    30.04.12

    Nach dem späten Frühstück fuhr ich die restlichen 40Km nach El Puerto de Santa Maria. Am alten Platz in La Puntilla angekommen erst mal das Fahrrad abgeschnallt und zum Einkaufen gefahren, denn auch hier in Spanien ist der 1 Mai ein Feiertag. Nach dem ich wieder am LKW zurück war, stand ein Rechtslenker MB207 neben mir. Ich dachte Engländer, aber wie sich in einem späteren Gespräch herausstellte war das junge Paar Michael und Rene aus Neuseeland.

    01.05.12

    Meine Nachbarn sind nett und wir verstehen uns ganz gut. Tagsüber sitzen wir zu und erzählen Erlebnisse von unseren Reisen. Michael ist schon 1 Jahr mit dem Fahrrad in China und in Südamerika und weiß Gott nicht noch gewesen.

    02.05.12

    Heute am Morgen klopfen meine Nachbarn, da sie keinen Strom haben und eh alle Naselang was zum aufladen bringen nichts Neues, da ich ihnen es angeboten habe ist das auch OK. Sie würden einen Farbenladen suchen, ob ich nicht wissen würde wo einer sei. Bei meinen unzähligen Runden in der Stadt habe ich schon den ein oder anderen gesehen und schicke sie mal grob in die Richtung. Nach zwei Stunden kommen sie mit einem 10Kg Eimer Wandfarbe zurück. Strahlende Gesichter, ja sie wollen ihren Transporter streichen. Uffffff, OK. Ohne das Auto groß abzuwaschen oder gar den Anstrich vorzubereiten, ein dicker Pinsel und eine noch dickere Walze geht es zu Tat. Direkt am Strand, bei starkem Wind das der Sand nur so fliegt.

    Nach einigen Stunden ist das Werk vollendet und ich muß zugeben es ist besser geworden als ich gedacht habe und mal so kurz für 25€ an einem Nachmittag.

      

    03.05.12

    Am Mittag gab es ein Gewitter, unglaublich die Farbe am Nachbarfahrzeug hält ;-)

    Es ist mal wieder an der Zeit ein wenig an der Homepage zu arbeiten und Vokabeln zu büffeln.

    04.05.12

    Nachdem sie alles zusammen gepackt haben hieß es heute abschied nehmen von Michael und Rene, die Freunde vom Flughafen in Malaga abholen wollten. Die Flagge auf dem Bild ist wohl irgendeine eine Rugby-Mannschaft aus Neuseeland. Dort sind die auf Rugby so verrückt wie die Spanier hier auf Fußball.

      

    05.05.12 – 09.05.12 Feria

    An diesem Wochenende beginnt die Feria in El Puerto de Santa Maria, eine Art Volks- Reiter und Flamencofest, an dem alle Einwohner der Stadt teilnehmen.  Was bis zu diesem Termin nicht erledigt ist bleibt einfach liegen, so wie mein Paket auf der Post. Auch das Internet funktioniert nicht und wird erst repariert wenn die Spanier wieder aufgehört haben zu feiern.

    Am Samstag trifft Dirk auch wieder in Puerto ein und wir treffen Amelia und ihre Freude auf dem Fest, das wir bis morgens um 7:00Uhr mit Tanz und jede Menge Spaß ausklingen lassen.

      

    Dieses Fest geht eine ganze Woche, Dirk und ich halten drei Tage durch, Endegelände, aus, mehr geht nicht. Das geht ganz schön auf die Knochen und ich brauche erstmal ein paar Tage zum regenerieren und liege viel am Strand.

     

    Am Abend wunderschöne Sonnenuntergänge und ein unglaubliches Licht über Cadiz, das ich die Tage mir mal näher anschauen möchte.

     

    09.05.12 – 11.05.12

    Das Wetter ist nun vollständig beständig und super warm. Es sind die ganzen nächsten Tage um 36 - 39°C angesagt und in der Nacht kühlt es auf angenehme 24°C ab. Glücklicherweise geht an der Costa del Sol immer ein wenig oder auch mal mehr wind und es lässt sich aushalten. Am Nachmittag steht ein anderes Womo neben mir, eine Familie aus Pfaffenhofen, mit zwei Kinder und einem Riesen-Schnauzer. Wir kommen sofort gut miteinander aus und verbringen die Tage zusammen am Strand und machen am Freitag einen Ausflug mit der Fähre und den Rädern nach Cadiz.

    Die Fährfahrt dauert nur 20min, geht alle Stunde und kostet inklusive Fahrrad 2,35€.  Die Stadt ist echt sehr nett und bezaubernd.

     

     

     

     

     

     

     

    Um 21:00Uhr nehmen wir die vorletzte Fähre, essen noch ein paar Tabas in Puerto´s Innenstadt und ich falle gegen Mitternacht völlig fertig ins Bett. Scheeeee wars.

    12.05.12 – 15.05.12

    Jana, Klaus, Leopold und Aurelia, die Familie aus Pfaffenhofen stehen auch noch hier, wir verstehen uns sehr gut und verbringen die Tage am Strand und im Wasser bei super warmen 39°C.

    Wie wird das hier wohl im Sommer werden???

    Der Wind dreht fast täglich von Levante auf Poniente, das heißt: Levante = super warm vom Landesinneren und Poniente = etwas kühler vom Meer, somit schwanken die Temperaturen etwas sind aber immer über der 30°C Marke.

    An den Abenden radeln wir in die Stadt oder verbringen die Zeit an unserem Stellplatz und erfreuen uns an den lauen Nächten mit 25°C.

    Morgens stehe ich bei Zeit auf (unglaublich aber wahr) und fahre eine Runde mit dem Fahrrad und Treffe mich mit Amelia in der Stadt zum Frühstücken. Ab 10:00Uhr hat es hier wieder über 30°C und jede Bewegung fällt schwer. Auch Liz macht das Wetter zuschaffen, der Stammplatz am Tage ist unter den LKW, die späte Abendrund erledigen wir mit dem Fahrrad, das Madam auch etwas Auslauf bekommt. Trotz mehrfacher Überzeugungsarbeit ist das Hundle nicht zu überreden ganz ins kühle nass zugehen nur bis zum Bauch weiter nicht.

    16.05.12 – 18.05.12

    Die nächsten Tage ist es sehr warm, nicht mehr ganz so heiß aber mit 30-33°C doch sommerlich. Der Stellplatz bekommt ein weiteres Plus, die Stadtarbeiter haben die Strandduschen aufgebaut und in Betrieb gesetzt, somit habe ich jetzt eine Dusche direkt vor meiner Haustür. Luxus!

    Die Familie die nun seit neun Tagen bei/neber mir stand, hat beschlossen ein klein wenig weiter Richtung Tarifa zufahren. Waren echt nette Tage hier mit ihnen.

    19.05.12

    Amelia ist am Wochenende auf Familientour und nächste Woche sehr in ihre Arbeit eingebunden, deswegen habe ich beschlossen Dirk auf seiner Finka in San Ambrosio zu besuchen. Dieses liegt unweit von Los Caños de Maca in einem wunderschönen Naturpark (Nat. de Breña Marismas Barbate) und die knapp 70Km sind schnell geschafft. Nachdem ich die Einfahrt etwas erweitert habe und der ein oder andere Pfosten der im Weg stand auch beseitigt war, habe ich ein super schönes Plätzchen auf Dirks Grundstück gefunden.

     

    Hier fehlt es an fast nichts, jede Menge Platz, viel Auslauf für die Hunde, ein Motorroller für kleinere Erledigungen und ein aufgebohrter 3,9 Liter V8 Range Rover für sehr viel Spaß ;-) und das alles zu meiner freien Verfügung, dafür erst mal ganz lieben Dank Dirk!

     

    Am späten Nachmittag fahren Dirk und ich zur Dunas Bar, dort treffen wir, Jana, Klaus und die Kids und beschließen den Abend am Lagerfeuer auf der Finka ausklingen zu lassen.

    20.05.12

    Nach der Verabschiedung von den vieren, verzogen Dirk und ich uns in die Garage und haben einige kleine Reparaturen an Fahrrädern, CD-Playern und sonstigen Zeug erledigt. Ein Gläschen Wein zum Abendessen und ab in die Falle.


    21.05.12

    Nach dem Morgenkaffee ging es mit dem Roller nach Vejer. Bank, Apotheke, Internet-Cafe und der Fahrradladen wurde aufgesucht. Zurück in San Ambrosio, habe ich dann zwei Stunden meine Schaltung am Fahrrad eingestellt und habe jetzt wenigstens ein paar Gänge mehr. Gegen vier gab es dann Mittagessen, danach beschlossen wir mit dem Fahrrad nach Los Canos de Meca zu fahren. Auf schlechtem und bergigem Feldweg haben wir nach knapp einer dreiviertel Stunde die Dunas Bar erreicht. Es war ums verrecken nichts los und nach einer Cola ging es dann wieder zurück. Der Müll und einiger Schutt aus der Garage musste zum Container gefahren werden, nun kam der Range zum Einsatz. Scheiße macht dass Spaß mit 300PS durchs Gelände zu heizen.

    22.05.12

    Heute war mal wieder Großputz angesagt, nachdem alles wieder blitzt und blank ist, fahre ich mit dem rad zur Dunas Bar um ins Internet zukommen. Aber leider funktioniert es nicht wirklich gut und ich kann viele Dinge, die ich mir vorgenommen habe nicht erledigen. Noch kurz im Dorf in die Apotheke und für Liz ein neues Insektenschutzhalsband (Scalibor) gekauft. Dann wieder aufs Fahrrad und die knapp 10km wieder zurück. Allerdings mit Rucksack, bergauf, Gegenwind und bei 29°C im Schatten kein wirklich angenehmes fahren. Geschafft komme ich am LKW an, an dem mich Liz schon freudig erwartet. Nun beginnt der angenehme Teil des Tages, ich spanne die Hängematte auf und lege mich ein paar Stündchen hin, dies soll es auch für heute gewesen sein.

    23.05.12

    Der Putzwahn setzt sich fort, die Fahrerkabine hat auch schon lange keine Aufmerksamkeit bekommen und somit verlang sie fünf Stunden Arbeit bis auch sie wieder auf annehmbaren Nivo gebracht wurde.

    Allerdings ist es dem Hundle sch….. egal, sie hält sich nicht an meine Anweisungen und trägt weiterhin jede Menge schmutz und Dreck in das Auto. Tzzzzz Unverschämtheit. Da es auf dem Grundstück einen Brunnen mit gutem Wasser gibt, fülle ich nebenbei noch den Wassertank und wasche die Hundedecken die es auch nötig haben.

    Die Temperaturen pendeln sich Tagsüber um die 30°C ein und die Nächte sind mit 22°C angenehm. Am später Nachmittag fahre ich mit dem Roller, in das ca. 10km entfernte Barbate zum Einkaufen, den heute Abend ist mal wieder, auf der Finka von Dirk, Grillen angesagt

     

     

    Und den Abend ließen wir am Lagerfeuerchen ausklingen.

     

     

    24.05.12

    Heute ging es wieder mit dem Mofi (der Roller), das immerhin 125ccm hat nach Barbate zum China-Laden noch ein paar Sachen besorgen, noch einen kurzen Abstecher in die Bunas-Bar und im Internet nach einem neuen Fahrrad gesucht. Nachdem die Tage immer der LKW im Vordergrund stand, war ich heute mal dran, Kochen, Duschen, Rasieren und Haare schneiden.  Danach habe ich den LKW fertig gemacht und wir sind nach Los Canos de Meca gefahren, dort ist heute Abend Live-Musik und besser ist wenn der LKW vor der Tür steht und die Heimreise nicht mehr soweit ist.

    25.05.12

    Über das Wochenende geht es mit Amelia nach Castillo de Castellar, eine alte Burganlage aus dem 800n.Chr, die am Rande des Parque Natural de Los Alcornocales und am Stausee Guadarronque liegt. Der Naturpark ist ca. 30Km nördlich von Algeciras, in dem die größten

    Korkeichenwälder der Iberischen Halbinsel wachsen, die zugleich einen der größten naturnahen Wälder im

    Mittelmeerraum überhaupt darstellen. Er bietet eine fantastische Pflanzenwelt und Tierwelt. Hier nur ein paar Beispiele um den Rahmen nicht zu sprengen.

      

     

    Wir starten in Los Canos de Meca, fahren auf kleinen Landstrassen und durchqueren den Naturpark. Am Castillo angekommen wird erst mal ein Stellplatz gesucht. Der Parkplatz bietet sich an ist aber nicht wirklich schön. Nach kurzer Sucherei findet sich ein sehr schöner Platz direkt unter dem Castillo mit einem unglaublich schönen Blick auf den See.

     

    Auch das Hundle findet es hier ganz klasse.

    Nachdem die Stellplatzfrage geklärt ist, geht es auf erste Erkundungstour um und in das Castillo in dem sich ein Hotel und zahlreiche Künstler befinden.

      

     

     

     

    Wirklich beeindruckend, wir kehren zum LKW zurück und bereiten das Abendessen vor. Heute gibt es Mexikanischen-Küche, Tortilla de trigo mit selbst gemachter Salsa, Tortilla Chips mit Käsedipp und ein Gläschen Wein.

     

    26.05.12

    Ausschlafen und den fantastischen Ausblick genießen

    nach dem Frühstück noch ein wenig Relaxen

    bevor es auf Wandertour geht. Wir wollen zum Stausee laufen, das stellt sich gar nicht so einfach heraus wie wir uns das gedacht haben. Dichter bewuchs  mit ganz feigen Stacheln lassen uns nach einer halben Stunde umkehren. Aber wir wollen nicht aufgeben und versuchen es auf der anderen Seite vom Castillo noch mal. Dort haben wir auch mehr Erfolg und kommen nach ca. 1,5h auf schlechtem und bewachsenem Weg am Ufer des Stausees an.

     

     

    Da es wirklich nicht gerade kalt ist und die Lauf und Kletterei anstrengend waren, hüpfe ich erst mal ins kühle Nass.

     

    Auch das Hundle, dass vom langen Spatziergang ganz schön schwitzen muß, beschließt ins Wasser zugehen, aber wie immer nur bis zum Bauch. Die kleine Mora ist dagegen sehr Wasserscheu und kann mit dem Medium Wasser noch nichts anfangen.

      

     

    Nach einer guten halben Stunde treten wir den Rückweg an, bergauf und die Sonne brennt. Nach zwei Stunden kommen wir am LKW an. Die Hundle verziehen sich nach drei Schüsseln Wasser in den Schatten und wir duschen erst mal kalt.

    Noch einmal den Blick über die bezaubernde Kulisse schweifen lassen.

    Dann heißt es leider den Rückweg antreten, auf diesem Besuchen wir noch eine Freundin von Amelia und gegen 22:00Uhr sind wir wieder in El Puerto de Santa Maria zurück.

    27.05.12 - 01.06.12

    Die nächsten Tage bestimmt das Wetter wieder das trieben, es ist Levante, eben jener sehr warme Wind der einen zum schwitzen bringt und jegliche Unternehmungen im Keime erstickt. Dennoch fahre ich mit der Fähre, die 2,35€ mit Fahrrad kostet nach Cadiz und erledige ein paar Besorgungen. Da ich in letzter Zeit sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich beschlossen mir ein neues, für meine Größe passendes Bike zuzulegen. Es beginnt eine lange und intensive Suche nach einem Fahrrad wo das Preis Leistungsverhältnis stimmt.

    Am Ende beschließe ich auf das Angebot von Amelia zurück zukommen, über ihren Bekannten ein Vorführfahrrad von der Messe zukaufen. Ich habe das GT Force2 bei ihm bestellt und es soll die Tage angeliefert werden, na mal sehen was daraus wird.

     

    02.06.12

     

    Über Gazules geht es mit dem Auto der A-2304 folgend zum Wanderparkplatz El Picacho, im Parque Natural Los Alcornocales. Die Sierra Del Aljibe, bietet hervorragende Verhältnisse für eine schöne Wandertour.

      

    Das Wetter spricht für sich, nur 25°C und leichte Bewölkung machen die Tour zu einem sehr angenehmen Erlebnis. Zuerst geht es durch Korkeichen bewaldetes Gebiet, das mit kleinen Flüsschen durchzogen ist und die Natur wunderschön aufblühen lässt.

     

     

    Immer wieder durchquert man kleine Lichtungen, die sich zur Rast anbieten. Bevor der Aufstieg beginnt machen wir auch eine Pause und stärken uns.

    Nachdem man die Brücke vom Laguna de el Picacho überquert hat steigt der Weg steil auf den 882m hohen Berg an, von dem man eine schöne Aussicht auf den umliegenden Naturpark hat.

     

    Nach ca. 800 Höhenmeter, 9Km und einer Gehzeit von 4 Stunden kommen wir ganz schön verschwitzt und fertig am Parkplatz an. Danach kehren wir in Gazules, das nicht wirklich viel bietet, auf einen Kaffee ein.

     

    Dann treten wir die 70Km Rückfahrt nach El Puerto de Santa Maria an.

    04.06.12 – 05.06.12

    Am Heutigen Tag bekommt unsere kleine Gemeinschaft Zuwachs, Sabine und Markus mit ihrer Hündin Emma, die ich in Marokko kennen gelehrt habe, stellten sich mit ihrem Steyer 12M18 zu uns.

      

    Nach einer sehr herzlichen Begrüßung, gibt es viel von den Erlebnissen der Reisen zu erzählen und die nächsten Tage vergehen wie im Flug, die Abende lassen wir gemütlich am Strand bei weiteren  Reisegeschichten und ein paar Bierchen ausklingen.

    Wir verstehen uns super und der Service lässt auch nicht zuwünschen übrig. Danke

       

    06.06.12

    Am Mittwoch dann die überraschende Nachricht, mein Fahrrad wäre schon angekommen, puhhh für spanische Verhältnisse super schnell. 1 Woche von der Bestellung bis zum Eintreffen mit einem Weg von Madrid nach El Puerto. Ich nehme das neue Bike natürlich gleich in Augenschein und baue es zusammen, stelle die Bremsen und die Sattelhöhe ein und mache die erste kleine Probefahrt. Stolz wie Oscar muss man mir das Grinsen aus dem Gesicht schlagen.

    07.06.12

    Natürlich klar, dass ich eine Fahrradtour mit dem neuen Fahrrad machen möchte. Auch Heute habe ich wieder Glück mit dem Wetter und es ist nicht ganz so warm, somit steht der Radtour im Parque Metropolitano nichts im Wege. Im Gegenteil, Amelia bekommt heute frei und wir können zusammen starten und den Naturpark der direkt vor der Haustür liegt erkunden. Auf super Wegen geht es durch eine nette Landschaft die sehr schön angelegt ist.

     

    Im weiterem verlauf des Parks verändert sich die Landschaft und wird mit unzähligen Bächchen und Tümpel durchzogen. Eine unglaubliche Pflanzen und Tierwelt erwartet uns mit ihren bezauberten Formen und Farben. Unmengen von cangrejo (Flusskrebsen) leben hier, die auch essbar sind, aber so scheu und super flink, das ein fangen unmöglich macht.

     

     

    Am Ende stehen wir an einen weitläufigen Strand am Meer, das zur Abkühlung genau Richtig kam. Ein wenig schwimmen und danach eine stärkende Brotzeit, bevor es dem Strand von Valdelagrana folgend wieder zurück zum Ausgangspunkt des Parks geht.

    Nach über 5 Stunden und 55Km komme ich wieder am LKW an und bin sehr begeistert von meinem neuen Fahrrad. Dort wurde ich von Liz freudig erwartet, die heute unter der Obhut von Sabine und Markus am LKW blieb und wie ich mir sicher bin sehr verwöhnt wurde. Dann ist eine Dusche fällig und den Sonnenbrand pflegen angesagt. Denn die Sonne, obwohl immer wieder bewölkt war, eine wahnsinnige Kraft hatte und mich ganz schön erwischt hat.

    08.06.12

    Heute heißt es erst mal etwas ausruhen, allerdings hält die Ruhe nicht lange an. Ein Fußgänger läuft mit seinem Hund etwas nahe am LKW vorbei und Liz schießt wie aus der Pistole geschossen unter dem Auto heraus und macht rabatz. Sie verfehlt den Hund nur knapp aber bleibt mit dem Kopf an einer Schraube hängen. Neben dem Auge eine 4 cm lange Fleischwunde, na klasse gemacht. Wieder Betadine raus und erst mal die Wunde versorgen.

    09.06.12 – 10.06.12

    Da ich nun zwei Fahrräder, aber nur einen Fahrradträger habe versuche ich das alte Rad zu verkaufen. Ein großes Schild (Se Vende) was zu Verkaufen heiß ziert das Rad, das ich vorne am LKW stehen habe. Aber die Spanier interessieren sich nicht wirklich dafür, zwei Leute haben gefragt und als ich den Preis von 75€ genannt habe sind sie wieder abgezogen. An diesem Wochenende war mal wieder Hundebaby Mora angesagt und Liz musste wieder ihren Zweitjob als Ersatzmutter nachgehen. Ich glaube dass ihr das nicht wirklich gefällt, aber das Leben ist halt kein Wunschkonzert und somit müssen beide da durch. Mora ist ratterfrech und tanzt Liz ganz schön auf der Nase herum was ihr natürlich gar nicht passt und somit muß die kleine immer wieder was einstecken. Vorab, beide haben es gut überstanden.

     

     

    11.06.12

    An diesem Montag haben Markus und Sabine beschlossen weiter zufahren und sich Richtung Portugal aufzumachen.  Es war eine schöne und sehr kurzweilige Zeit und die Verabschiedung dementsprechend lange und herzlich. Sie haben vor sich eine ganze Weile in Portugal aufzuhalten, wer weiß vielleicht sieht man sich ja irgendwann, irgendwo wieder. Da ich nun ja eine lange Zeit auf dem Platz stehe und sich die Polizei wohl schon daran gewöhnt hat und ich langsam schon ins Stadtbild gehöre ist es auch kein Wunder, dass der Pizzaservice auch schon ohne murren an meinen LKW liefert. Auch nicht schlecht, Adresse: Parkplatz Puntilla, camión1 muy grande

    12.06.12

    Unglaublich aber wahr, obwohl man den ganzen tag nur in kurzen Hosen rum läuft, wächst der Wäscheberg sehr rasch an. Jede Menge verschwitztes Zeug vom Radfahren und auch die Bettwäsche hat es nötig. Ich fahre mit einem großen Rucksack voll Wäsche zu Amelia und wasche alles gründlich durch. Bei den Temperaturen und dem Wind ist alles in kurzer Zeit trocken und kann wieder im LKW verstaut werden.

    13.06.12

    Fußball EM 2012 auch nicht schlecht, heute habe ich bemerkt das, dass Spektakel schon begonnen hat. Mit viel Gefriemel und noch mehr Geduld, versuche ich die TV Antenne am Laptop zum laufen zubringen. Dies gelingt mir auch nach mehreren Stunden und ich habe nun 99 Programme, es sind sogar welche dabei in denen die Fußballspiele übertragen werden.

    Am morgigen Tage, spielt Spanien und ich bin mal gespannt was hier so alles los ist und wenn ich richtig informiert bin am Sa. Deutschland gegen DK.

    14.06.12

    Ein älterer Ducato stellt sich neben mich, eine junge Familie aus Granada, wie sich herausstellt. Sie haben dort eine Pizzeria, jede Menge Platz und laden mich ein sie zu besuchen und mir Granada zu zeigen. Ein nettes Angebot und wer weiß vielleicht werde ich es irgendwann auch mal nutzen. Wir sitzen am Abend zusammen und unterhalten uns über das ein oder andere Thema. Irgendwann kommt das Thema Fahrrad auf den Tisch und Alan ist an meinem alten Fahrrad interessiert. Er wolle am nächsten Tag mal eine Proberunde fahren. So geschieht es auch und er kauft das Fahrrad, somit habe ich das Transportproblem los und ein paar Euro in der Tasche.

    15.06.12

    Nach einem gemütlichen Frühstück und der Verabschiedung von Amelia, die einige Tage Geschäftlich verreisen muß, packe ich meine sieben (Tausend) Sachen zusammen und mache mich auf den Weg nach Los Canos de Meca. Vorher geht es noch zur Tankstelle um Wasser zufassen und in den Supermarkt, die Vorräte wieder aufzufüllen. Warum ich nach Canos fahre weiß ich eigentlich auch nicht, da eher geplant war nach Portugal zufahren und das nun die ganz andere Richtung ist, aber egal nun bin ich hier und schaue mal was so alles passiert. Als ich auf dem Platz ankomme steht niemand außer mir da, aber das ändert sich schnell. Einige Wohnmobile, Auto´s mit Wohnwagen und einiges mehr. Dementsprechend viel ist am Abend los und er wird mit den anderen zusammen verbracht.

    16.06.12

    Eigentlich war heute eine große Fahrradtour im Park Natural de Breña Y Marismas Barbate geplant, aber das Wetter macht mir einen Strich durch die Rechnung. 32°C und kein Wind, lassen mich mein vorhaben erst mal verschieben. Ich stürze mich auf die Spanischvokabeln und verbringe den Tag im kühlen LKW mit lernen. Später kommt Dirk vorbei und wir trinken einen Kaffee und labern.

    17.06.12

    Puhhhh ein anstrengender Tag liegt vor mir, meine lieben Nachbarn auf dem Platz haben bin morgens um 7:00Uhr gefeiert und ich bin nicht wirklich zum schlafen gekommen. Gegen 9.00Uhr bin ich aufgestanden und habe mich fertig gemacht die Radtour im Park Natural de Breña Y Marismas Barbate anzugehen. An der Touristeninformation in Canos habe ich nach einem Plan von Park gefragt, aber Fehlanzeige. Auf dem großzügigen Wanderparkplatz ist ein kleines Restaurant aber auch hier kein Kartenmaterial, genau so weinig wie bei den Parkwachtelwächtern. Mir wir erklärt durch die Krise im Land werden keine Karten mehr gedruckt. Egal, ich habe vor zwei Runden zudrehen, erst eine kleinere mit Liz zum Torre de Canos und danach eine größere. Das Wetter spielt heute genau so wenig mit wie gestern, 33°C und kein Lüftchen, also bollen heiß. Das neue Rad vom LKW und los geht es.

    Auf guten Waldwegen, die super ausgeschildert sind, geht es die ersten paar Kilometer bergauf zum Torre de Canos.

     

     

    Auf gleichem Wege ein Stück zurück zum Aussichtspunkt de Trafalgar, an dem man einen schönen überblich von der Gegend und der Küste bekommt.

     

    Danach geht es auf gleichem Weg zurück zum LKW, soviel zum Thema Runde drehen, es ist unglaublich aber die Spanier schaffen es nicht eine Rundtour zu gestalten. Immer nur Stichstraßen zu den Sehenswürdigkeiten und man muß auf gleichem Wege zurück. Liz ist froh wieder am Wanderparkplatz zu sein, trinkt erst mal zwei Näpfe Wasser und ist nicht beleidigt, das ich die weitere Tour ohne sie mache.

    Das Wetter fordert ganz schön Tribut, dazu kommt das die Wege nur noch aus sehr weichem Sand bestehen, das ein fahren trotz 2.40 reifen und gutem Willen fast unmöglich machen. Abseits der Wege lässt es sich mit enormen Kraftaufwand einigermaßen vorwärtskommen, denn dort liegen jede Menge Piniennadeln, die das einsinken der Reifen etwas verhindern.

     

    Nach ca. 4Km auf diesem sch…. Weg komme ich an eine schöne Lichtung an der ich erst mal eine Pause mache.

    Die weitere Route führt mich nach San Ambrosio  und ich halte auf eine kalte Cola bei Dirk. Nun geht es zum Feuerwachturm stetig bergauf und schwitzen ist angesagt. Der Turm gibt aber leider nicht viel her, er ist verschlossen und auch hier kein weiterkommen, also wieder zurück.

    Ich entscheide mich für den längeren Weg,

     

    der aber viel besser zufahren ist als durch den Wald mit den Sandwegen. Nach 3,5h komme ich fertig wieder am LKW an. Viele Kilometer waren es nicht aber durch die Hitze und die teilweise recht anstrengende Wege reicht es.

    Erst mal Liz aus den LKW der im Schatten der Pinien super steht. Dann die Außendusche auf volles Programm kalt gedreht und abduschen. Das neue Fahrrad ist auch schmutzig und bekommt zur Verwunderung der anderen auf den Parkplatzstehenden auch eine Dusche, danach wird das heilige Blechle wieder auf dem Auto verstaut. So und nun kommt der angenehme Teil der Radtour, ich setze mich in den Schatten der Außenterrasse, des kleinen Restaurant und erkläre den was ein Radler ist und das es in einem vernünftigem Glas mit 0,5 Liter serviert wird. ZZZZZZZ das tut gut.

    Danach geht es zurück nach Los Canos de Meca, dort treffe ich mich mit Dirk und wir gehen in eine Bar um das Fußballspiel der Deutschen Mannschaft anzuschauen, die auch 2:1 gegen die Dänen gewinnen.

    18.06.12

    Eigentlich wollte ich heute aufbrechen und Richtung Portugal starten aber wieder viel zu heiß und keine Lust. Also bleibe ich erst mal noch in Canos, das nun unter der Woche wieder schön ruhig ist. Des Weiteren habe ich mir überlegt mal einen großen Service am LKW machen zu lassen, bevor ich nun wieder Kilometer fressen werde.

    19.06.12

    Den Tag verbringen ich und das Hundle am Strand, an dem ich ihre Verletzung am Auge von der Kruste befeie und siehe da, es ist super verheilt. Wenn jetzt das Fell nachwächst ist alles wieder gut, aber das hätte auch ins Auge gehen können.

    20.06.12

    Unglaublich aber Wahr!!!

    Heute ist der 400te Reisetag.

    Allerdings fängt er gar nicht gut an, meine Freunde von der Polizei machen mal wieder Theater. Dieses Mal die Guardia Civil mit denen nicht gut Kirschen essen ist. Am Vortag ist im Nachbarort ein Schiff aus Marokko mit Drogen gelandet und hat hier ein rissiges Polizeiaufgebot zum Einsatz gebracht. Nach einer halben Stunde Fahrzeugpapier und ich weiß nicht was noch alles kontrolliert wurde, konnte ich sie nicht überzeugen, das im spanischen Gesetzestext es so verankert ist, dass ich eigentlich stehen bleiben dürfte. Aber diskutieren bringt nix, ich muß den Stellplatz ändern, sonst gibt es eine saftige Strafe. Ich entscheide mich ca. 15Km ins Landesinnere zufahren und finde einen schönen Stellplatz in der Nähe von Vejer.

     

    Es ist mal wieder soweit und der Kühlschrank muß abgetaut werden und wie es sich herausstellt lohnt es sich auch.

    Währenddessen er voll abgetaut, laufe ich eine große Runde mit Liz und wir erkunden die Gegend ein wenig. Liz bleibt auch immer schön auf dem Weg, den hier hat es jede Menge an Disteln.

    Am Abend ergibt sich ein wunderschöner Ausblick auf die Gegend mit einem ansehnlichen Sonnenuntergang.

    21.06.12

    Also ab zum Service am LKW nach 22500 Reisekilometer:

    * Ölwechsel am Motor

    * sämtliche Achs und Getriebeöle nachschauen

    * Separfilter tauschen

    * Schrauben und Halterungen kontrollieren und nachziehen

    * Keilriemen vom Luftkompressor tauschen

    Alles läuft sehr gut, die Getriebe und Achsen, haben noch genau so viel Öl wie ich vor der Reise eingefüllt habe und das Öl sieht noch super aus. Der Ölwechsel am Motor ist auch kein Problem und ist schnell erledigt, genau so wie der tausch des  Separfilters. Die Komplettdurchsicht von alles Schrauben und Halterungen ist auch kein Problem und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch. Aber jetzt kommt es, ich wollte die Kiemen von Luftkompressor getaucht haben, denn einer der zwei hatte sich sehr gedehnt. Die Frage war nur, warum? Denn auch diese hatte ich vor der Reise neu aufgezogen. Die Frage beantwortete sich bei der Demontage der Riemenscheibe. Die mittlere Riemenscheibe ist gebrochen.

     

    Ganz großes Kino, kein Kompressor, keine Luft und somit kein Fahren, denn die Bremsen gehen nicht auf, es ist klar ich sitze hier erst mal fest. Nun werden Werkstatthandbücher gewälzt und Ersatzteilnummern gesucht. Parallel einige Beziehungen angerufen um nach dem nächsten Deutz Händler zusuchen und in Algeciras werde ich auch fündig. Ein weiterer Bekannter, der Autoschrauber ist, ist zufällig dort und fragt bei der Werkstatt nach. Dort bekomme man nur Teile für den Motor aber keine Anbauteile wie für den Luftkompressor. Hmmm was nun, also Plan B, in Barbate gibt es eine kleine Schlosserei die auch eine Drehbank haben. Diese erklären sich bereit, das Ersatzteil anzufertigen, allerdings erst bis Montag und für ein schweine Geld.  Nach langer Verhandlung wird das Teil bis zum nächsten Abend versprochen und der Preis wir auch noch etwas gesenkt. Mal sehen ob das Teil dann

    A: wirklich fertig ist und

    B: auch passt.

     

    22.06.12

    Der Tag heute ist sehr heiß und jede Bewegung fällt schwer, ich unternehme nicht viel und wir starten gegen 16:00Uhr nach Barbate um nach der neuen Riemenscheibe zu schauen und siehe da, sie ist fertig. Zurück am LKW wird sie verbaut und passt hervorragend. Nachdem alle Riemen wieder verbaut sind und alles nochmals kontrolliert, verabschiede ich mich von Matze und fahre nach Canos. Dort verbringe ich den Abend in einer Bar und schaue mir das Fußballspiel der Deutschen Mannschaft an, die gegen die Griechen 4:2 gewinnen. 

     

    23.06.12

    Das Wetter ist und bleibt sehr warm, ich lerne meine neuen Nachbarn kennen, ein paar Jungs aus Cadiz und wie sich heraus stellt alles Musiker. Heute ist San Juan, dass heißt am Abend werden am Strand Feuer entzündet und es wird gefeiert. Ich gehe mit den Jungs los und wir setzen uns auf die Düne von Canos und legen los. Die Musik zieht immer mehr Leute an und zum Schluss sitzen über 50 da, bringen ihr Holz und ihre Getränke und eine super Party steigt.

     

    24.06.12

    Ja das mit der super Party war Gerstern und heute bei über 30°C ist das gar nicht mehr so super. Also passiert Heute mal gar nix.

     

    25.06.12

    Am Morgen verabschiede ich mich von den Jungs aus Cadiz und fahre Richtung Sevilla. Der Service am LKW ist gelaufen und ich habe nur noch ein kleines Problem mit dem rechten Hinterreifen der minimal Luft verliert.

    Das Problem ist eine Schraube, die ich nun seit 10.000Km mit mir herum fahre. 28€ leichter und eine Stunde später geht es dann endgültig los. Eine Stunde Stau auf der Brücke von Sevilla bei 41,6°C kosten mich den letzten Nerv und ich bin sehr froh als ich in Gelves ankomme. Auch das Hundle leidet ein wenig bei der großen Hitze.

     

    Am Abend treffe ich mich noch kurz mit Amelia und verabschiede mich Richtung Portugal. Es kühlt nicht ab, 31°C, jede Menge Moskitos und ein Froschkonzert das seines gleichen sucht lassen mich nicht wirklich gut schlafen.


    26.06.12

    Am nächsten Morgen mache ich den LKW Reisefertig, fülle das Wasser auf und starte erst mal nach Huelva in den Nationalpark, den ich gegen frühen Nachmittag erreiche. Sehr schöne Wander- und Radwege erwarten mich, aber das Thermometer ist auf 44°C geklettert und ich lasse den Versuch eine Tour zu starten. Liz ist über diese Entscheidung auch nicht böse den sie pumpt wie ein Maikäfer. Nach einer Rast und nochmals ein paar Liter Diesel getankt, geht es dann weiter nach Portugal.